Erstellt am 29. Oktober 2015, 05:02

von David Aichinger und Dominik Siml

„Sollte überlegen, gar nicht zu trainieren“. Wolkersdorf kann in Stockerau wieder auf Kures und Ognyanov bauen. Coach Stefan Hirczy ist gut gelaunt. Ein Punkt statt deren vier. Wolkersdorf ließ sich im Doppel gegen Scheiblingkirchen und Eggendorf gleich zweimal die Butter vom Brot nehmen.

Festgehalten. Manuel Zillinger (li.) brachte Wolkersdorf am Freitag mit einem Sensationstor in Front, es fiel aber noch das 1:1.  |  NOEN, Aichinger

 Ein Punkt statt deren vier. Wolkersdorf ließ sich im Doppel gegen Scheiblingkirchen und Eggendorf gleich zweimal die Butter vom Brot nehmen.

Vor den letzten zwei Spielen, am Samstag in Stockerau und zum Abschluss im Derby gegen Mistelbach, gibt es nun aber frischen Wind in puncto Personal: Michael Kures hat seine Drei-Spiele-Sperre abgesessen, und auch Kiril Ognyanov ist nach seiner Gelbsperre vom Montag wieder dabei.

Für Trainer Stefan Hirczy fast schon Luxus: „Für unsere Verhältnisse sind wir eigentlich vollständig. Ich sollte fast überlegen, gar nicht trainieren zu lassen, damit sich keiner mehr wehtun kann.“ So ähnlich kennt das Wolkersdorf ja schon aus der Vorwoche. Bedingt durch den starken Regen mussten mehrere Trainings abgesagt werden.

Spaß beiseite, die Rückkehr des Offensivduos dürfte in Wolkersdorf tatsächlich eine Art letzte Moralinjektion vor der Winterpause bedeuten. Auch Manuel Zillinger, am Freitag Schütze des 1:0, freut sich: „Mit den beiden müssen wir in Stockerau gewinnen.“ Dann hätte der SCW bereits die 14 Punkte, mit denen Hirczy schon zufrieden wäre – mit nur elf fitten und kampfmannschaftserprobten Spielern im Kader, sicher zurecht!

Ende der Torsperre bei Legionär Tomas Vrto

Es war der 21. August, also vor etwas mehr als acht Wochen, als Tomas Vrto das letzte Mal jubeln konnte. Da erzielte der Stürmer in der Anfangsphase gegen Eggendorf das 1:1, musste seitdem auf einen Treffer warten. Bis zum vergangenen Samstag. Da brachte er seine Jungs in Minute 38 in Front. Trainer Peter Lackner hofft jetzt natürlich auf mehr:

„Ich hoffe, dass ihm jetzt der Knopf aufgeht. Er arbeitet sehr viel, kommt zu seinen Chancen und ist bemüht.“ Mistelbach braucht in den letzten Matches einen Vrto in Topform, wie er es zu Beginn der Saison war. Das weiß auch sein Coach: „In den nächsten Spielen wird es darauf ankommen, dass wir unsere Möglichkeiten nutzen.“ Gegen Obergänserndorf (Anm.: nach Redaktionsschluss) und Wr. Neustadt (Freitag) kann der Angreifer jetzt nachlegen und seine Mistelbacher in der Tabelle ein wenig nach oben hieven.