Erstellt am 25. Mai 2016, 05:04

von Peter Sonnenberg

Titel zum Abschied. Die Herren von Weinviertel NÖ Wolkersdorf verteidigten beim Bundesliga-Finalturnier ihren Staatsmeistertitel und hören auf.

Wolkersdorfer Meisterjubel. Yingchao Hou, Stefan Fegerl, Manager Johann Friedschröder, Daniel und Dominik Habesohn (von links).  |  NOEN, Rericha

Es war das erklärte Ziel von Stefan Fegerl und Daniel Habesohn, dass sie ihrem lang jährigen Manager Hans Friedschröder zum Abschied noch einen Titel schenken. Im Finale der Tischtennis-Bundesliga der Herren in Baden setzte sich Weinviertel Niederösterreich gegen Walter Wels klar mit 4:1 durch.

Der neuerliche Titelgewinn nach 2014 war für Wels bereits vor Spielbeginn in weite Ferne gerückt – zunächst musste ihre Nummer eins, der Japaner Yuya Oshima (Nr. 23 der Welt), aufgrund einer Schulterverletzung kurzfristig absagen.

Zsolt Petö trat zudem mit einem verstauchten Knöchel an, und nach dem gestrigen Halbfinale war für Mihai Bobocica aufgrund seiner Rückenverletzung ein Antreten im Finale nicht mehr möglich. Zumindest das Doppel Plattner/Petö sicherte den Oberösterreichern den Ehrenpunkt im Finale. „Wir haben die ganze Saison über dominiert. Der Titel zum Abschluss war wichtig für uns. Speziell, weil ich es Hans (Anm.: Friedschröder) versprochen habe“, so Fegerl.

Wie bereits 2015 sicherten sich die Wolkersdorfer damit erneut das Double aus Cup und Meister titel. Zudem hat man am Freitag noch die Chance, in der Schloßparkhalle den ETTU-Cup zu gewinnen. Das Hinspiel gegen den SV Werder Bremen gewannen Fegerl und Co. mit 3:1. Friedschröder: „Das schaut auch gut aus, ich sehe im Moment keine Gefahr, dass wir gleich drei Spiele verlieren sollten. Aber wir müssen konzentriert bleiben.“

Im Zuge des Finalturniers in der Thermenstadt bestätigte dann Manager Friedschröder endgültig, was schon seit Monaten im Raum stand: Weinviertel Niederösterreich wird in der kommenden Saison nicht in der höchsten Spielklasse antreten. Der Manager, der über Jahrzehnte hinweg mit der vor maligen SVS Niederösterreich und der nunmehrigen Weinviertel Niederösterreich die Tischtennis-Szene Österreichs und Europas dominierte und prägte, wird den Verein nach Ende dieser Saison auf lösen.

Wolkersdorfer Meisterjubel. Yingchao Hou, Stefan Fegerl, Manager Johann Friedschröder, Daniel und Dominik Habesohn (von links).Rericha