Erstellt am 30. Dezember 2015, 05:03

von Peter Sonnenberg

Über die Grenze: Training in Breclav. Aufgrund fehlender Möglichkeiten im Bezirk trainieren die Sportler aus Mistelbach in Breclav und arbeiten an ihrer Technik.

Auf die Technik kommt’s an. Jürgen Babitsch (Zweiter von re.) erklärt seinen Schützlingen mittels Videostudium, wie es geht.  |  NOEN, Leopold Babitsch

Aufgrund der fehlenden Möglichkeiten, im Bezirk Mistelbach ein professionelles Schwimmtraining anzubieten, fahren immer mehr ambitionierte Hobbyschwimmer nach Breclav, um in den dortigen Sportbecken ihrer Leidenschaft zu frönen. Eine Gruppe von etwa 20 Mitgliedern des LAC Harlekin fährt jeden Samstagnachmittag nach Tschechien.

Unter der professionellen Anleitung vom Top-Triathleten Jürgen Babitsch (ebenfalls vom LAC Harlekin Mistelbach) wird auch an der richtigen Technik gearbeitet. „Wir wärmen ordentlich auf, dann wird in zwei Schwimmgruppen, Anfänger und Fortgeschrittene, an der Technik gearbeitet“, erklärt Babitsch. Gleitübungen, Wassergefühlsübungen und Wasserlage sind nur einige der Punkte, die laut Babitsch unerlässlich sind:

„Schwimmen besteht aus 85 Prozent aus Technik und nur zu 15 % aus Krafteinsatz. Leider machen es die meisten Leute genau andersrum.“ Er scheut dabei keine Mühen, mittels Tablet-PC und PC-Software bekommt nämlich jeder Teilnehmer ein individuelles Feedback. „Für mich ein persönliches Anliegen, um das Schwimmdefizit im Bezirk mangels geeigneten Hallenbads auszugleichen.“

Inklusive Hin- und Rückfahrt geht meistens der ganze Tag drauf, für Babitsch aber kein Problem. Ein größeres Problem sieht er aber in Sachen Kinder- und Nachwuchsförderung: „Wir verlieren so viele Kids, weil es keine Sportbecken gibt. Und ein Bad im Bezirk wäre sicher sinnvoller als ein neuer Burger King.“