Erstellt am 11. November 2015, 05:42

von Peter Sonnenberg

Vojta bereit für EM. Die Formkurve des Gerasdorfer Mittelstrecken-Asses Andreas Vojta (25) steigt kurz vor der Crosslauf-EM in Frankreich.

 |  NOEN, zVg

Gerasdorfs Mittelstrecken-Lauf-Ass Andreas Vojta ist derzeit im Dauereinsatz: Zunächst übernahm der 25-Jährige stellvertretend für seinen Trainer Wilhelm Lilge und das Organisationsteam des Benefizlaufs „Laufen für Kira“ (Anm.: für die verunglückte Stabhochspringerin Kira Grünberg) den Sonderpreis „Sportler mit Herz“ im Rahmen der Lotterien-„Gala-Nacht des Sports“. Vojta war gerührt: „Ich habe Kira seit dem Unfall das erste Mal gesehen, das hat mich extrem bewegt.“

Danach bereitet er sich weiter auf seinen letzten Saisonhöhepunkt 2015 vor: die Crosslauf-Europameisterschaft am 13. Dezember in Toulon-Hyeres (Frankreich). Mit Erfolg: Der Mittelstreckenspezialist setzte seinen Aufbau für die EM und das Olympiajahr 2016 mit einem starken internationalen Auftritt fort.

Denn beim „Joker+Cross-cup“ in Mol (Belgien) erreichte er letzte Woche den dritten Platz. Bei den 9,2 Kilometern, mit langen Sandpassagen, lagen nur der Kenianer Alex Kibet (27:41 Minuten) und Isaac Kimeli (Belgien, 28:33) vor ihm. In 28:35 Minuten ließ Vojta mehrere starke Läufer aus den Niederlanden und Belgien hinter sich, unter anderem den Vorjahressieger Denis Licht, der über die 5.000 Meter die unglaublich starke Bestzeit von 13:23,00 Minuten stehen hat. Dementsprechend zufrieden war der Weinviertler: „Ein super Einstieg. Als schnellster weißer Läufer habe ich gleich einmal eine Duftmarke gesetzt. Nach der schwierigen Saison auf der Bahn läuft endlich wieder einmal alles nach Plan. Ich war in den letzten Wochen bei vielen Straßenläufen unterwegs, zu Trainingszwecken. Und das wichtigste: Ich habe wieder ein gutes Laufgefühl.“ Die Generalprobe für Vojta findet jetzt beim Crosslauf in Tilburg (Niederlande) in anderthalb Wochen statt. Dort findet für viele Nationen nochmals die letzte Möglichkeit statt, sich für die EM zu qualifizieren.

„Daher ist das schon eine sehr gute Simulation für ebendiese“, glaubt Vojta. Sein Training wird sich bis dahin weiter sehr auf den Aufbau einer guten Grundlagenausdauer konzentrieren, „aber ich werde natürlich auch das Gelände im Prater für crossspezifische Einheiten nutzen“, verriet der 25-Jährige. Nach der EM geht es dann in die Weihnachtspause, bevor das große Ziel Rio 2016 weiter in Angriff genommen wird.