Mistelbach

Erstellt am 10. August 2016, 02:32

von Peter Sonnenberg

Der Größte war auch der Schnellste. Raiffeisen Weinviertler Laufcup: Zwei-Meter-Riese Manfred Schuster gewann den 14. Panoramalauf in Mistelbach – sein zweiter Tagessieg.

Zweiter Tagessieg im Rahmen des Weinviertler Laufcups. Manfred Schuster vom LAC Harlekin zeigte es beim Anstieg bereits an – zum zweiten Mal Platz eins 2016.  |  NÖN, Peter Hofbauer

Mit seinen knapp über zwei Metern ist Lauf-Ass Manfred Schuster vom LAC Harlekin Mistelbach schwer zu übersehen. Noch mehr fiel er am Samstag auf der Strecke beim 14. Mistelbacher Panoramalauf auf: Der gebürtige Neusiedler holte sich bei der sechsten Station des Weinviertel Laufcups 2016 seinen zweiten Tagessieg und mischt jetzt auch im Kampf um den Gesamtsieg ordentlich mit.

Bereits auf den ersten Metern zeigte sich, dass sich Schuster, Andreas Heindl und Josef Pernold den Sieg untereinander ausmachen würden. Am Ende war der Größte auch der Schnellste – Schuster konnte seine Kontrahenten mit über einer Minute ganz klar abhängen und feierte als „Harlekin“ einen Heimsieg, er war dement sprechend glücklich:

„Es ist schön, in der sportlichen Heimat gewonnen zu haben, aber bei Kilometer fünf bis sechs dachte ich, das sei ein Berglauf. Dieser Sieg ist für mich persönlich noch höher einzustufen als in Spannberg, weil die Strecke anspruchsvoller war.“

Bei den Damen gab es wie so oft kein Vorbei an Minodora Turkonje, die souverän den Sieg holte. Überhaupt war die Stimmung auf der Sportanlage Mistelbach hervorragend: Über 60 Kinder tummelten sich schon am späten Nachmittag auf der Laufbahn.

„Nur wenn jeder seinen Teil beiträgt, klappt es am Ende. Das funktioniert bei uns sehr gut. Und das Gemütliche danach entschädigt für alles.“

Helmut Becher, einer der vielen Helfer des LAC Harlekin

„Der Nachwuchs liegt uns einfach am Herzen“, erklärte Markus Reidlinger, der Obmann des Veranstalter vereins LAC Harlekin. Am frühen Abend starteten die Erwachsenen im Stadion und liefen dann teilweise entlang der Zaya Richtung Hochberg, der mit einer 15-Prozent-Steigung sehr schwierig war, aber dann mit einem genialen Panorama seinem Namen alle Ehre machte.

Dass Sieger nicht immer die Ersten sein müssen, zeigte Edith Schöll berger: Die Wienerin, die mit ihrem Mann Anton fast alle Läufer des Weinviertler Laufcups besucht, hatte am Ende des Laufes schon schwer mit der anspruchsvollen Strecke zu kämpfen. Aber ans Aufgeben dachte sie nicht, nach einer kurzen Versorgung durch das Rote Kreuz ließ sie sich den Zieleinlauf unter großem Applaus nicht nehmen.

Nicht nur deshalb meinte Mistelbachs Sport-Stadtrat Florian Ladengruber: „Sport hält nicht nur gesund, er ist auch sozial und gesellschaftlich wichtig und bildet Brücken, das hat man heute super gesehen.“