Erstellt am 08. September 2015, 09:03

von Peter Sonnenberg

"Wird schwer wie noch nie". Teamspielerin Katrin Engel steht vor hartem (und vielleicht letztem) Jahr in Thüringen. „Der Sommer war viel zu kurz“, seufze Katrin Engel im Gespräch mit der NÖN.

Symbolbild  |  NOEN, Bilderbox

Nur eine Woche hatte die 31-jährige Handballteamspielerin des Thüringer HC frei, ansonsten war sie mit ihrer Ausbildung und der Vorbereitung für die neue Saison beschäftigt. Diese begann am Sonntagnachmittag mit dem deutschen Supercup, der mit einem 24:22-Sieg der Thüringer gegen Buxtehunde endete, wobei Engel mit acht Toren beste Werferin war.

Ihre vielleicht letzte Saison in Deutschland (Anm.: 2016 endet ja ihr Vertrag beim deutschen Serienmeister) wird aber trotzdem die schwerste: Denn ihr Thüringer HC befindet sich im Umbruch, viele Ab- und Neuzugänge lassen Engel vorsichtig die Ziele für die Spielzeit 2015/16 definieren: „Klar, wir wollen wieder Meister werden. Aber das wird so schwer wie nie werden. Ich rechne vier oder fünf andere Teams zum Kreis der Titelanwärter“, analysiert die Kottingneusiedlerin. Vor allem der Anfang wird zum Härtetest: „Wir müssen mit unseren Aufgaben wachsen, wenn wir da oben dran bleiben, ist alles möglich. Das Potenzial ist ja vorhanden.“ Neben dem Verein will sie auch dem Nationalteam in der EM-Qualifikation gegen Spanien und die Niederlande helfen. „Zwei echte Kracher, die über uns zu stellen sind. Aber wir haben nichts zu verlieren.“

Erst im Sommer 2016 entscheidet sich Zukunft

Ob sie über das Jahr 2016 hinaus noch dem Nationalteam zur Verfügung stehen wird, entscheidet sich nächsten Sommer, wenn Engel ohnehin die Weichen für ihre sportliche und berufliche Zukunft stellen muss. „Im Moment ist noch alles offen: Ich bleibe in Deutschland oder komme nach Österreich zurück, da gibt es noch viele Fragezeichen.“ Wobei sie mit einem Augenzwinkern hinzufügt: „Eigentlich wollte ich nach meinem 200. Länderspiel aufhören. Aber die Reisen zum Team sind immer ganz praktisch, um zu Hause im Weinviertel vorbeizuschauen (lacht).“