Erstellt am 14. Oktober 2015, 05:12

von Alexander Wastl

Der Hitze getrotzt. Michael Weiss war Österreichs einziger Athlet in Hawaii, schaffte es trotz extremer Bedingungen auf Platz 16.

Gekämpft wie ein Löwe. Michael Weiss dachte in Hawaii ans Aufgeben, bewies aber enorme mentale Stärke.  |  NOEN, Foto: Kevin Koresky Pix
Bereits zum 37. Mal kamen im hawaiianischen Kailua-Kona die weltbesten Langdistanz-Triathleten zum härtesten Triathlon der Welt zusammen. Mitten drin als einziger Österreicher: Michael Weiss.
„Die Drop-Out-Rate war unglaublich hoch. Es war ein Kampf ums Überleben“, schilderte der Gumpoldskirchner die extremen Bedingungen. Im 58-köpfigen Feld kam Weiss mit einer Zeit von 1:01 Stunden aus dem Wasser. „Nicht ganz so schnell wie ich es mir erhofft habe“, meinte Weiss, der seinen Fokus in Zukunft auf’s Schwimmen legen möchte.

Auf dem Rad arbeitete sich der dreifache Ironman-Sieger dann aber sukzessive von Position 50 nach vorne. „Ich hatte super Beine, fühlte mich sehr gut“, so der 34-Jährige. Auf 180 Kilometer schaffte es Weiss, konstant 300 Watt im Schnitt zu treten, lieferte dadurch die zehnt-beste Radzeit ab. Beim Marathon visierte der Profi-Triathlet dann eine Top-Ten-Platzierung an, aber schon nach 1.6 Kilometern ging dieses Vorhaben den Bach runter. „Der Körper hat zu überhitzen begonnen und mir wurde Übel.

Die Gedanken zum Aufgeben waren sehr stark“, gestand Weiss ein. Der Niederösterreicher konnte sich jedoch zur nächsten Labestation kämpfen, füllte Rennanzug und Kappe mit Eis. „Danach hatte ich wieder super Beine“, beschrieb Weiss. Nach 8:44:30 Stunden überquerte Weiss letztlich die Ziellinie auf Platz 16. „Der Ironman wurde seinem Ruf gerecht, die war Platzierung zweitrangig“, resümierte Weiss.