Erstellt am 29. September 2015, 13:01

von Alexander Wastl

Ein Saisonviertel zum Wiederholen. Gegen Sturm startete die Admira in die Saison, nun begann gegen die Grazer das zweite Viertel – eine Analyse.

Admiras »Turbo«. Wenn Neuzugang Dominik Starkl einmal zündet, ist er kaum zu stoppen. Die Rapid-Leihgabe ist einer von vielen Faktoren für das erfolgreiche erste Saisonviertel.  |  NOEN, Foto: Möhsner

Das erste Saisonviertel der Bundesliga ist vorbei. Die Admira stahl dabei mit 17 Punkten sogar dem obligatorischen „Überraschungs-Aufsteiger“ Mattersburg die Show. Viele Fragen sich: „Wie ist denn das möglich?“ Dabei gibt es von vorne bis hinten genügend Gründe.

Der Torwart

Jörg Siebenhandl erinnert momentan an seine Zeit bei Wiener Neustadt, wo er auch zum Torhüter des Jahres gekürt wurde. Stark auf der Linie, sicher bei Flanken und präsent. Der Keeper befindet sich in Höchstform und ist auch am Ball stark. Nicht umsonst zählt Siebenhandl in der ein oder anderen Partie zum Spitzenfeld in puncto Ballkontakte. Gegen Sturm ließ er Avdijaj mit einem Haken ins Leere laufen – das zeugt von Selbstvertrauen und Klasse.

Die Verteidigung

Drei Tore in den letzten beiden Spielen trüben etwas die Bilanz, aber dennoch: Die Admira-Abwehr hat an Stabilität gewonnen. Der herausragende Akteur dabei ist Christoph Schößwendter. Neben starkem Stellungsspiel und Zweikampfverhalten, zeigt „der Funkturm“ mit präzisem Passspiel im Spielaufbau und Torgefährlichkeit auch in der Offensive auf. Mit drei Toren ist „Schössi“ zweitbester Admira-Schütze.

Das Mittelfeld

An Variantenreichtum ist die Zentrale der Südstädter in keiner Weise mit jener der Vorsaison zu vergleichen. Das ist auch zwei Rückkehrern „geschuldet“. Dass Daniel Toth und Maximilian Sax ihren langen Verletzung derart schnell wieder in die Spur finden, war nicht zu erwarten. Sax brilliert durch Schnelligkeit und technische Finesse, „Totti“ ist der Ruhepol im Admira-Spiel. Ein weiterer Aufsteiger: Markus Blutsch. Der 20-Jährige besticht mit hohem Laufpensum und schlägt brandgefährliche Hereingaben – sowohl ruhend als auch aus dem Spiel heraus. Ein großer Nutznießer davon: Kapitän Schößwendter.

Der Angriff

Keine Frage, schon jetzt steht fest: mit Dominik Starkl ist der Admira ein absoluter Goldgriff gelungen. Schnelligkeit und Unbekümmertheit machen den Offensivspieler zum Albtraum für jede Defensive und auch die Torausbeute kann sich sehen lassen. Vier Treffer erzielte die Rapid-Leihgabe für die Südstädter bisher in der Bundesliga. Bitter natürlich der Ausfall von Toni Vastic (Kreuzband), der zu Saisonbeginn ebenfalls in Hochform war, zwei Tore erzielte.