Vösendorf

Erstellt am 24. August 2016, 05:49

von Alexander Wastl

Team Vösendorf bei Race around Austria. Achtköpfiges Team stellte sich einem der härtesten Radrennen der Welt: 2.200 Kilometer entlang der Grenzen Österreichs.

Die stolzen Finisher: Andrea Tahedl, Hannes Koza, Thomas Tiefenböck, Werner Tippel, Daniela Koza, Markus Kerschbaum, Gerald Stipkovits und Gerd Tippel.  |  NOEN, privat

Es ist eines der härtesten Radrennen der Welt und es gibt einen Athleten, der es besonders gut beherrscht: Das Race around Austria.

Neben 2.200 Kilometern müssen die Athleten auf dem Rad ungefähr 30.000 Höhenmeter entlang der Grenzen Österreichs überwinden – das alles auf dem Rad, nonstop. Die Fahrer entscheiden selbst ob, wann und wie viel Pause sie machen. Mit dabei war auch das „Team Vösendorf“, bestehend aus den „Radlern“ Andrea Tahedl, Hannes Koza, Thomas Tiefenböck, und Werner Tippel sowie den Betreuern Daniela Koza, Markus Kerschbaum, Gerald Stipkovits und Gerd Tippel. „Als Vierer-Team kann man sich beim Radeln abwechseln, das ist ein Vorteil, dennoch muss man zu den Übergabestellen fahren. Zum Schlafen bleibt da sehr wenig Zeit“, verrät Werner Tippel.

Team Vösendorf landet auf dem 14. Rang

Als würde das Rennen den Teilnehmern nicht ohnehin schon alles abverlangen, kam zu Beginn Schlechtwetter dazu: Nässe, Kälte und Wind zehrten an den Kräften. Erst nach 400 Kilometern, als Laa an der Thaya erreicht war, sollte sich das Wetter bessern.

Es ging durch das Weinviertel, östliche Industrieviertel und Burgenland, weiter über die Südsteiermark und die steirische Weinstraße. „Vor allem in der Nacht heißt es besonders aufpassen. Es fährt zwar ein Betreuerauto hinter dir, aber das verhindert nicht, dass dir ein Wildtier ins Rad springen kann“, erzählt Hannes Koza. Weiter ging es über die Soboth nach Kärnten, durch das Gail- und Lesachtal bis Lienz. Die Glocknerstraße blieb den Fahrern aufgrund des Schneefalls erspart. Über Inntal, Vorarlberg und Hochtannbergpass ging es zurück nach Osten, wo letztlich die Ziellinie in Sankt Georgen im Attergau überquert wurde. Nach 88 Stunden, 24 Minuten und 25 Sekunden im Sattel hatte es das „Team Vösendorf“ als 14. 4er-Team geschafft.

„Ohne Betreuer wären derartige Leistungen nicht machbar,“ war sich das Team einig, „ein besonderes Rennen mit vielen schönen Momenten und Bewährungsproben. Den Sieg bei den Herren holte einmal mehr Ausnahmekönner Christoph Strasser (AUT) in 84:41:24 Stunden, bei den Damen gewann Angela Perin (ITA, 126:51:53).