Erstellt am 20. April 2016, 05:14

von Johannes Wiesmann

Ex-Mödlinger sichert sich Olympiaticket. Rene Pranz sicherte sich in Prag seinen Rio-Startplatz im Florett-Bewerb, Matthias Willau scheiterte mit dem Säbel leider knapp.

Geschlagen. Matthias Willau verlor das entscheidende Duell gegen den Ukrainer Andrij Jagodka (r.) und muss seine Olympia-Hoffnung somit begraben.  |  NOEN, FIE

Der österreichische Fechtsport ist im Sommer bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro vertreten. Und zwar durch Rene Pranz, der in Mödling seine ersten Gefechte austrug.

Der mittlerweile für Salzburg an den Start gehende Pranz sicherte sich in einer unglaublich knappen Entscheidung den Sieg im Florett-Bewerb und damit das einzige Olympiaticket, das in dieser Waffengattung vergeben wurde.

Der 30-jährige konnte sein Glück kaum fassen: „Man träumt jahrelang davon, dann tritt es ein. Noch dazu so knapp. Ich bin fertig mit den Nerven.“ Verständlich, denn nachdem er sich durch recht deutliche Siege gegen den Niederländer Sebastiaan Borst (15:9), den Spanier Carlos Llavador (15:8) und den Polen Michal Janda (15:10) für das Finale qualifiziert hatte, musste Pranz in diesem Gefecht bis zum Schluss zittern. Schlussendlich reichte es zu einem hauchdünnen 15:14-Sieg über den Türken Martino Minuto.

Willau scheitert im entscheidenden Gefecht

Auch ÖFV-Präsident Markus Mareich war extrem erleichtert, nachdem es für die anderen österreichischen Fechter knapp nichts mit der Olympiaqualifikation wurde: „Umso größer ist die Freude jetzt im Fechtlager, dass es im wirklich letzten Gefecht in Prag doch gereicht hat.“

Einer, der erst im allerletzten Gefecht vor einem möglichen Start in Brasilien scheiterte, war der Mödlinger Matthias Willau. Durch konzentrierte Auftritte kämpfte er sich bis ins Viertelfinale vor. Weil im Säbel-Bewerb ein Platz unter den ersten vier für ein Olympiaticket gereicht hätte, war Willau nur noch einen Sieg von Rio entfernt. Doch der topgesetzte Andrij Jagodka stellte sich als zu große Hürde da. Der Ukrainer besiegte Willauf knapp mit 15:13 und machte die Olympia-Hoffnungen des Mödlingers damit zu nichte.

Ähnlich erging es dem erst 18-jährigen Josef Mahringer, der sich im Degen-Bewerb erst im Finale geschlagen geben musste. In dieser Waffengattung erhielt nur der Sieger ein Ticket für Rio.