Erstellt am 18. August 2016, 03:12

von Alexander Wastl

Ex-Brunner stemmt in Rio Rekordlast. Der ehemalige Brunner Sargis Martirosjan ging erstmals für Österreich an den Start, holte auf Anhieb Platz elf.

Grund zur Freude. Sargis Martirosjan feierte in Rio de Janeiro ein erfolgreiches Olympia-Debüt für Österreich.    |  NOEN, Apa/Techt

Es war ein langer Weg für Sargis Martirosjan: 2005 nach Österreich geflüchtet, kämpfte der Armenier zunächst um Bleiberecht und Einbürgerung, eher er für Österreich auf Medaillenjagd gehen konnte.

Beim KSK Brunn machte sich der sympathische „Kraftlackl“ einen Namen, ehe es ihn zum Badener AC zog. In London 2012 durfte Sargis aufgrund der fehlenden Staatsbürgerschaft noch nicht starten – in Rio war es endlich soweit. Der 29-Jährige konnte bei seinem Olympia-Debüt für Österreich gleich neue persönliche Bestleistungen aufstellen. In der Gruppe B landete Martirosjan mit 179 Kilogramm im Reißen und 210 Kilogramm im Stoßen auf Platz drei. Die Leistung im Stoßen sowie die 389 Kilo im Zweikampf waren dabei neue persönliche Bestmarken für Martirosjan.

Das motiviert den ehemaligen Brunner gleich besonders für künftige Aufgaben: „Ich habe vor, dass ich bis Tokio weitermache. Ich werde 30, aber ich stoße noch immer Bestleistungen. Warum soll ich aufhören?“ In der Gesamtabrechnung beider Gruppen wurde Martirosjan Elfter, Gold holte der Usbeke Ruslan Norodinow. „Es war ein super Gefühl, dass ich Österreich hier repräsentieren darf, meine neue Heimat“, sagt Martirosjan. Sein nächstes Ziel ist die EM 2017, bei der er nicht nur wie heuer im Reißen, sondern auch im Stoßen und im Zweikampf Medaillen holen will.