Erstellt am 11. November 2015, 06:52

von Alexander Wastl

Historische Pleiten bei Hypo NÖ. Die Hypo-Damen verloren erstmals seit 1993 (!) ein Spiel in der WHA. Auch in der Champions-League gab es einen Negativ-Rekord.

Nicht zu fassen. Coach Feri Kovacs und »seine« Hypo-Damen verloren das erste Mal seit 1993 ein Spiel in der WHA. Zudem setzte es die höchste CL-Pleite der Vereinsgeschichte.  |  NOEN, Wastl
Die Handballerinnen von Hypo Niederösterreich durchleben gerade schwierige Zeiten. Zuerst die höchste Heimpleite der Champions League Ära, dann die erste Niederlage im Ligabetrieb seit unfassbaren 384 Spielen und zuletzt die höchste Champions League Pleite überhaupt. Der Serienmeister ist am Boden. Korneuburg sorgte in der Liga für den historischen Moment, fügte Hypo die erste WHA-Niederlage seit Februar 1993 zu.

„Wir haben eine katastrophale Leistung abgeliefert, sind zu lässig in das Spiel gegangen“, tobte Trainer Feri Kovacs über die 24:26-Niederlage. Dabei verschossen die Hypo-Ladies sogar fünf 7-Meter. „Wir haben unseren Gegner unterschätzt, dachten dass wir auch ohne Kampfgeist gegen Korneuburg gewinnen können“, schüttelte Kapitänin Budecevic den Kopf.

Die Niederlage in der Franz Guggenberger Sporthalle sollte aber nicht der einzige Tiefpunkt bleiben. Es folgte das Champions League Spiel in Gyor, bei dem Hypo in ein 16:37-Debakel schlitterte. Damit steht die Mannschaft von Feri Kovacs weiterhin am Tabellenende – punktelos und mit 137 Gegentreffern in vier Spielen. „Meine Mannschaft ist sehr jung und unroutiniert, sie weißt noch kein Champions League Niveau auf“, meinte Kovacs.
Für die Hypo-Damen gilt es nun, wieder aufzustehen. „Wir werden jetzt versuchen jedes Spiel so hoch wie möglich zu gewinnen, um allen zu zeigen, dass Hypo noch immer die Nummer eins in Österreich ist“, versprach Budecevic.