Erstellt am 29. Juni 2016, 05:19

von Alexander Wastl

Michael Weiss am Stockerl vorbei. Michael Weiss verpasste beim Ironman Austria in Klagenfurt nur knapp das Podest. Hawaii-Ticket und Staatsmeistertitel trösten.

Michael Weiss quälte sich als Gesamtvierter und bester Österreicher über die Ziellinie in Klagenfurt.  |  Apa/Expa/Jfk

3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Km Radfahren und 42,195 Km Laufen: Das verlangt auch den Allerbesten alles ab.

„Die letzten 30 Kilometer waren ein einziger Kampf“, so Michael Weiss, der in 8:14:45 Stunden die Ziellinie beim 18. Ironman Austria in Klagenfurt überquerte. Der Gumpoldskirchner landete auf dem undankbaren vierten Platz, hinter dem belgischen Sieger Vanhoenacker, dem Ukrainer Zyemtsev und dem Italiener Degasperi. Enttäuscht war der 35-Jährige aber kaum: Schließlich gab es den Staatsmeistertitel über die Langdistanz sowie das Ticket für die World Championships auf Hawaii zu bejubeln.

Weiss startete stark, stieg nach 56:16 Minuten aus dem Wasser. „Sicher mein bestes Schwimmen“, war der Profi-Athlet überzeugt. Auf dem Rad konnte Weiss seine Taktik voll durchziehen, legte in 4:21:04 Stunden die zweitschnellste Radzeit ab. Schnell konnte Österreichs einziger Ironman-Sieger den Franzosen Anthony Costes und kurz darauf auch Landsmann Paul Reitmayr einholen und hatte nur noch Marino Vanhoenacker vor sich. Ab Kilometer 12 schwanden aber die Kräfte.

„Die größte Herausforderung war es, nicht stehen zu bleiben und aufzugeben“, gestand Weiss ein. Mit eisernem Willen biss sich der Triathlet durch, Zyemtsev und Degasperi zogen noch vorbei. An der Flower Ceremony konnte Weiss nach einem Zusammenbruch nicht teilnehmen. „Als die Hymne gespielt wurde, bin ich im Medical Tent gelegen. Das hat wehgetan“, so Weiss. Kurze Zeit später gab‘s aber Entwarnung.