Erstellt am 15. September 2015, 10:08

von Alexander Wastl

Lederer: „Haben noch viel Potenzial“. | Die Admira hat nach der sensationellen Tabellenführung noch viel vor. Zulj und Spiridonovic mit Debüt.

Applaus. Für Trainer Oliver Lederer war die Leistung gegen die Austria »eine der Besseren«.  |  NOEN, Möhsner

Schlusspfiff in der BSFZ-Arena und kurz darauf in Ried, wo die Austria nur Unentschieden spielte – und plötzlich war die Admira Tabellenführer der Tipico Bundesliga.

„Die Tabellenführung klingt gut“, so die lakonische Analyse von Torhüter Jörg Siebenhandl. Bezeichnend für die Stimmungslage in der Südstadt. Denn trotz der sensationellen ersten acht Runden übt man sich in Zurückhaltung. „Ich würde das nicht als Tiefstapelei bezeichnen, wir haben nach wie vor noch viel Potenzial abzurufen“, sieht Trainer Oliver Lederer seine Mannschaft noch nicht am Leistungslimit.

Die Leistung gegen den WAC fiel eher unter die Kategorie ‚dürftig‘. Lederer spricht dabei immer wieder das ausbaufähige Positionsspiel an. „Da arbeiten wir hart daran“, lässt der 37-Jährige wissen. Zu deutsch: Mehr Ballbesitz. „Wir wollen unsere Ballbesitzphasen verlängern“, strebt Lederer an.

Neuzugänge mit Luft nach oben

Der Platz an der Spitze sei für Lederer sowie den Rest des Teams nur eine „schöne Momentaufnahme“ die aber, im Zuge der harten Arbeit und der schwierigen letzten Jahre, „schwer verdient“ sei. Über Euro-League Qualifikationsplätze spricht man in Maria Enzersdorf aber derzeit noch nicht. „Wir wollen unser Spiel verbessern, das ist unsere primäre Aufgabe. Nach 28 Runden können wir über Endplatzierungen reden“, gibt Lederer zu Protokoll.

Einen wesentlichen Beitrag dazu sollen auch die beiden Neuen, Peter Zulj und Srdjan Spiridonovic leisten. Zulj durfte gegen seinen Ex-Klub gleich von Beginn an ran. „Ein gelungenes, aber auch von Schatten geprägtes Debüt“, analysierte Lederer die Leistung des Offensivgeistes, „er und wir wissen, dass er noch viel mehr kann.“

„Speedy“ Spiridonovic packte aber der Hälfte, als er für Starkl kam, ab und an seinen Turbo aus. Oftmals agierte der Jungspund dabei zu übermütig. „Er wollte sich angemessen vorstellen“, meinte Lederer, „aber er muss davon wegkommen etwas beweisen zu wollen.“