Erstellt am 22. September 2015, 11:13

von Alexander Wastl

„Mit einem Lauf ist alles möglich“. Der 24-Jährige wechselte 2014 zu Rapid und sprach mit der NÖN über seinen ehemaligen Arbeitgeber.

Stefan Schwab im Dress der Südstädter  |  NOEN, Möhsner/Apa

NÖN: Sie wechselten 2014 nach Hütteldorf. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Entwicklung?
Stefan Schwab: Es war damals genau der richtige Schritt, ich wollte unbedingt zu Rapid. Ich wollte mich Schritt für Schritt weiterentwickeln, das hat immer besser funktioniert. Derzeit passt es perfekt und ich hoffe, es bleibt so. Zufrieden soll man nie sein, aber ich bin glücklich.

Was sind die größten Unterschiede zwischen dem österreichischen Rekordmeister und der Admira?
Das Fanpotenzial und das Umfeld sind natürlich noch einmal etwas anderes. Die Erwartungshaltung bei Rapid ist auch eine andere, wir wollen immer vorne mitspielen. Du musst gegen die kleineren Mannschaften gewinnen. Gegen große Teams hast du bei der Admira nicht so einen Druck, da kannst du überraschen.

Mit Auer, Dibon und Ihnen stehen alleine bei Rapid drei Ex-Admiraner unter Vertrag. Warum ist die Admira das ideale Sprungbrett?
Das ist das Ziel der Verantwortlichen und es ist wunderschön mitanzusehen. Der Weg stimmt. Den jungen wird eine Chance gegeben und wenn sie es schaffen, kommen eben die Nächsten nach.

Die Admira gilt als der Ausbildungsverein schlechthin, wird es für den Verein irgendwann möglich sein selbst zu den „Großen“ aufzuschließen?
Für das bin ich schon ein bisschen zu weit weg. Aber ich denke, wirtschaftlich ist man auf einem richtigen Weg. Der Verein deklariert sich dazu ein Ausbildungsverein zu sein. Vielleicht wird es aber irgendwann so weit sein.

Wie kann man den Erfolgslauf der Südstädter erklären?
Da ist die Handschrift des Trainerduos zu erkennen, sie sind Fußballverrückte. Die Mannschaft wurde ziemlich umstrukturiert. Oliver Lederer zieht da seine Linie durch und lässt sich nicht von Außen beeinflussen. Sie stehen hinten ziemlich gut, und haben ein starkes Umschaltspiel.

Was ist für die Admira noch möglich?
Sie hatten einen perfekten Saisonstart, aber darauf wollen sie sich nicht ausruhen. Ich denke, ihnen ist bewusst, dass man am Ende nicht unter den Top zwei stehen wird, ausschließen kann man das im Fußball aber nie. Wenn man einen Lauf hat ist alles möglich. In der Winterpause wird sich zeigen, ob es für weiter vorne reicht.

Zuletzt schaffte Konstantin Kerschbaumer den Sprung in die zweite englische Liga, wer ist für Sie der nächste Kandidat, der seinen Traum verwirklicht?
Da gibt es einige Spieler, die eine sehr gute Entwicklung haben. Dominik Starkl wird, wenn er so weiterspielt, für Rapid ein Thema sein. Christoph Schößwendter ist mit seine bisherigen Leistungen auch sicher auf dem Radar des ein oder anderen Klubs und Philipp Malicsek ist ein Super-Talent und schon sehr weit.