Erstellt am 10. August 2016, 05:56

von Alexander Wastl

Pranz im Pech. René Pranz, der seine Karriere bei der Fecht Union Mödling begann, schied in Rio de Janeiro bereits in Runde eins aus.

In der Defensive. René Pranz (l.) konnte in Rio nicht seinen offensiven Fechtstil durchziehen.  |  NOEN, Apa/Techt

Es sollte zumindest das Duell mit dem topgesetzten Japaner Yuki Ota in der Runde der besten 32 werden. Am Ende überwog bei René Pranz aber die Enttäuschung.

Der in Mödling aufgewachsene Wahlsalzburger, dessen Karriere bei der Fecht Union Mödling begann, schied bereits in der Runde der 64 aus. Gegen Lokalmatador Guilherme Toldo setzte es eine knappe 14:15-Niederlage.

„Mit dem habe ich nicht gerechnet, ich stehe gerade ein bisserl neben mir“, war der Olympiadebütant nach dem Gefecht sichtlich niedergeschlagen. Der von Evgeny Pikman und Moritz Hinterseer betreute Fechter konnte nie sein Fechten durchziehen, kam im Angriff nicht durch.

Dennoch wäre der 30-Jährige trotz 5:10-Rückstand nach Aufholjagd und 14:13-Führung fast weitergekommen. Im entscheidenden Gefecht agierte Pranz aber zu unentschlossen. Auch die Schiedsrichterentscheidungen machten es für den Fechter nicht gerade leichter. „Es waren ein paar strittige Entscheidungen, der vorletzte Punkt auch. Da war meiner Meinung nach ich im Trefferrecht, nur ich bin zum Eisen gegangen. Das war bitter, statt 15:13 stand es dann 14:14“, so Pranz. Für den früheren FUM-Fechter war das Abenteuer Olympia rasch wieder vorbei. Vom ehemaligen Lehrmeister, Giovanni Lottspeich, gab‘s tröstende Worte: „Das ist natürlich hart für einen Sportler, aber so wie ich den René kenne, wird er das wegstecken.“