Erstellt am 18. August 2016, 03:10

von Alexander Wastl

Südstadt-Nixen kamen ins Finale. Die Synchronschwimmerinnen Anna Maria und Eirini Marina Alexandri stießen in Rio de Janeiro unter die besten Zwölf vor.

Haben großes vor: Anna Maria und Eirini Marina Alexandri haben nach dem Duett-Finaleinzug in Rio Lust auf mehr. 2020 in Tokio soll der große Durchbruch gelingen. Dafür wird auch an einer neuen Choreografie gearbeitet.  |  Apa/Techt

Für die Drillingsschwestern Anna Maria, Eirini Marina und Vasiliki Pagona (sie drückte daheim die Daumen) wurde ein Traum war.

Die Sommerspiele 2012 in London erlebten die Schwestern noch von ihrer Heimat, Griechenland, aus. Vier Jahre später fuhren Anna Maria und Eirini Marina für „Rot-Weiß-Rot“ zu den Olympischen Spielen nach Rio de Janeiro. „Es war ein Ziel, aber wir haben es nicht wirklich geglaubt“, gesteht Eirini Marina. Erst im Juni 2014 folgte die Einbürgerung, im März dieses Jahres lösten die beiden Nixen, die im ÖLSZ Südstadt unter Albena Mladenowa trainieren, ihr Ticket für Olympia. Dort folgte gleich die faustdicke Überraschung: Eirini Marina und Anna Maria zogen ins Duett-Finale im Synchronschwimmen ein. Damit hatten die beiden 18-Jährigen ihr großes Ziel erreicht – das Finale war dann „zum genießen“ da.

Schwanensee-Kür brachte viel Applaus

Die Nervosität war demnach im Finale nicht mehr so groß wie am ersten Wettkampftag. Da passierte Eirini Marina ein kleiner finaler Fehler in der Kür zur Musik von Schwanensee. „Zum ersten Mal“, meinte die Nixe. Im Finale sollte es besser laufen, tat es auch – zumindest vom Gefühl her. Die „Freie Kür“ der Geschwister wurde zwar bei 85,5333 Zählern um rund drei Zehntel besser als noch im Vorkampf bewertet – da war aber besagter kleiner Fehler dabei. Das allgemeine Befinden: Die Leistung wurde unterbewertet. Selbst vom brasilianischen Publikum gab‘s begeisterten Applaus und bei der Benotung Pfiffe.

Auf Rang elf ins Finale gegangen, reichte es mit 170,5970 Punkten nicht zur Rangverbesserung – Platz zwölf. Dennoch blicken die Alexandri-Schwestern schon nach vorne. „Alle sagen, dass uns die Zukunft gehört“, gibt sich Eirini Marina selbstbewusst. Nun soll an einer neuen Choreografie gearbeitet werden.. „Wenige Schwimmerinnen können das, was sie können. Synchronschwimmen ist eine Kunst, die sie beherrschen“, schwärmt Trainerin Mladenowa.