Erstellt am 20. Juli 2016, 05:42

von Walter Wallner

„Ready“ für Rio. Die Mödlingerin Sabine Treiber-Weber nimmt ihre zweiten Paralympics in Angriff. Und will Edelmetall „nachholen“.

Viel Glück für die Paralympics in Brasilien wünschte Sabine Treiber-Weber Sportlandesrätin Petra Bohuslav. Am Montag verabschiedet NÖ seine Olympioniken offiziell nach Rio.  |  NOEN, Erich Marschik

Mödling goes Olympia! Dank Sabine Treiber-Weber. Die 37-jährige Schwimmerin gehört zu den heißen Medaillentipps bei den Paralympics in Rio de Janeiro. Als eine von sechs NÖ-Sportlern mit Handicap war sie am Montag bei der offiziellen Verabschiedung unserer Olympioniken im Palais Niederösterreich dabei.

„Auf dieses Ziel arbeite ich seit Jahren hin“, sagt Treiber-Weber. Bis zu sechs Wassereinheiten pro Woche stehen auf dem Trainingsplan. Bei ihren ersten Paralympics 2012 in London hat die Mödlingerin, damals bereits schwanger mit Tochter Luisa, die in London bei ihren ersten Paralympics als Vierte Edelmetall nur denkbar knapp verpasst hat. „Im Finale dabei gewesen zu sein, bleibt unvergesslich. Und der vierte Platz hat meinen Ehrgeiz nur noch mehr geweckt.“

Die ersehnte Medaille will Österreichs erfolgreichste Behindertenschwimmerin unterm Zuckerhut (7. bis 18. September) nachholen. Was in Rio nicht im Gepäck fehlen darf? „Gummibärli! Ich liebe sie. Sie geben Ruhe und Gelassenheit vorm Wettkampf.“ Die Spiele 2008 hat Treiber-Weber noch via TV miterlebt. Ehe sich ihr Leben um 180 Grad drehte. Eine Viruserkrankung im Wirbelkanal rief 2009 eine schnell ansteigende Lähmung hervor. Die Hände waren schwer steuerbar, die Beine gar nicht. In der Therapie entdeckte sie das Wasser für sich. „Schwimmen hat mir ein unglaubliches Freiheitsgefühl gegeben!“ Nun schwimmt sie von Erfolg zu Erfolg.