Erstellt am 08. September 2015, 10:30

von Sven Förster

Sag laut "Servus". Georg Swoboda holt sich im letzten Rennen seiner Karriere den Staatsmeistertitel — Rang drei Gesamt in Podersdorf.

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"Ich weiß auch nicht warum, aber das letzte Rennen meiner Karriere war gleichzeitig auch die härteste Langdistanzmeines Lebens“, gibt ein erschöpfter Georg Swoboda im Ziel des Austria Triathlon in Podersdorf zu Protokoll.

Doch der Einsatz blieb nicht unbelohnt: Der Vösendorfer holt sich im Burgenland seinen insgesamt vierten Staatsmeistertitel, ist nunmehr seit 2012 Österreichs Maß aller Dinge in Sachen Langdistanz.

Am Neusiedlersee musste sich Swoboda bei seiner Abschiedsvorstellung mit Rang drei in der Gesamtwertung begnügen, lief hinter den beiden Tschechen Petr Vabrousek und Jan Oppolzer über die Ziellinie. Nach dem Schwimmen klebte der 37-Jährige dem späteren Gesamtsieger an den Fersen. Dann kam die Paradedisziplin des mehrfachen Meisters: Das Radfahren — hier nahm Swoboda dem Gast aus dem Nachbarland nicht weniger als acht Minuten ab.

Nach Doping-Skandal noch vier Mal Champion

Eine Sensationsleistung, die nicht ohne Folgen blieb: Svoboda verausgabte sich am Bike derart, dass er auf der Laufstrecke zur leichten Beute für den Tschechen wurde. „Ich habe mich auf der Radstrecke sicher zehn Mal übergeben“, stöhnt Swoboda.

Derart geschwächt hatte er auch Oppolzer über die Marathon-Distanz nichts mehr entgegenzusetzen. Das Resümee des Bezirks-Asses fällt dennoch in Summe höchst positiv aus: „Vier Mal hintereinander Staatsmeister zu werden, ist voll okay. Da kann ich insgesamt nur zufrieden sein.“

Ebenso wie sein Rennen in Podersdorf war auch die Karriere des Georg Swoboda von vielen Aufs- und Abs geprägt: Kurz nach seinem ersten Antritt auf der Langdistanz im deutschen Roth im Jahr 2004 , zeigte der Niederösterreicher mit Rang zwei in Podersdorf erstmals so richtig auf. Nach einer weiteren „Silbernen“ im darauffolgenden Jahr holte Swoboda 2006 Rot-Weiß-Rotes Gold. Doch der Dopingtest verlief positiv, was eine zweijährige Sperre zur Folge hatte — nach vier lupenreinen Titeln ist nun endgültig Schluss.