Erstellt am 29. September 2015, 13:03

von Sven Förster

„Schumi“ auf den Fersen. Kart-Ass Hofer steigt in die Formel 4 ein, trifft in Hockenheim auf Schumacher Junior.

 |  NOEN, zvg

Max Hofer macht den ersten Schritt in Richtung Profi-Karriere im Motorsport: Der Perchtoldsdorfer gibt am Wochenende sein Debüt in der Formel 4, einer relativ jungen Monoposto-Rennserie unserer nördlichen Nachbarn.

Hofer fiebert seinem ersten Rennen im Einsitzer bereits entgegen: „Mein absolutes Ziel ist es, irgendwann als Rennfahrer mein Geld zu verdienen – und der Einstieg in die Formel 4 ist dafür der ideale Start.“
Der Blondschopf scheint mehr als bereit zu sein — schließlich konnte Hofer im Kart sein Talent bereits mehrfach eindrucksvoll unter Beweis stellen: Der 16-Jährige krönte sich schon drei Mal zum österreichischen Kart-Champion, qualifizierte sich vier Mal für das Rotax-Weltfinale.

Auch Walter und Robert Lechner von der gleichnamigen Racing School glauben an den Youngster. Ihnen ist es zu verdanken, dass Hofer beim Saisonfinale an den Start gehen kann: „Bei ersten Testfahrten hat er einen guten Eindruck hinterlassen. Als Jahrgangsbesten von 2014 habe ich ihm versprochen: Wenn er die Meisterschaft gewinnt, bekommt er ein Formel-4-Cockpit beim diesjährigen Saisonfinale“, fasst Robert Lechner die Geschichte hinter dem Debüt zusammen.

Doch Hofer begibt sich auf schwieriges Terrain — die deutsche Einstiegsklasse in den Formelsport ist seit ihrer Gründung im Vorjahr heiß umkämpft. Neben dem Sohn von Formel 1-Starkonstrukteur Adrian Newey tritt auch der Filius des wohl bedeutendsten Rennfahrers der Gegenwart an: Michael Schumachers Sprössling Mick erklomm in dieser Saison bereits mehrfach das Podest.

Kann Hofer den Weltmeister-Nachkommen gar fordern? Teamchef Lechner hält den Ball flach: „Wir dürfen uns in Hockenheim keine Wunder von Max erwarten. Es geht nun vor allem darum, so viel Erfahrung wie möglich zu sammeln.“ Die erste Chance dazu bietet sich Hofer und seinem Teamkollegen Kevin Kratz bereits bei den Tests am Donnerstag.

Hintergrund

Der Pilot: Max Hofer ist seit dem Kindesalter im Kartsport aktiv. Im Team der Speedworld-Acedemy erlernte der nunmehr 16-Jährige zunächst die Grundzüge des Motorsport-Handwerks. In der Zwischenzeit ist der Perchtoldsdorfer dreifacher österreichischer Staatsmeister.

Das Team: Hofer geht für den Rennstall Lechner Racing an den Start. In den Formel-Fahrzeugen des rot-weiß-roten Traditionsteams starteten bereits heimische Größen wie Alexander Wurz oder Roland Ratzenberger ihre Karriere.

Die Rennserie: Die Formel 4 wurde im Vorjahr unter der Führung von Gerhard Berger aus der Traufe gehoben. Auf insgesamt acht Rennstrecken treten ambitionierte Nachwuchsfahrer in knapp 160 PS-starken Monoposti gegeneinander an. Vor dem Saisonfinale in Hockenheim liegt der Deutsche Marvin Dienst in Front.