Erstellt am 15. April 2016, 05:54

von Alexander Wastl

Florian Pflug: Nach der Matura geht‘s erst richtig los. Florian Pflug erreichte beim FIS Städteweltcup den zweiten Gesamtrang, möchte nach der Matura im Skisport weiter durchstarten.

Florian Pflug hat nach seinem zweiten Platz im FIS Städteweltcup Lust auf mehr.  |  NOEN, privat

Mit dem zweiten Platz in der Gesamtwertung des FIS Städteweltcups erreichte Florian Pflug einen neuen persönlichen Meilenstein. Beinahe wäre sogar der erste Platz drinnen gewesen, erst im letzten Rennen gab es die Entscheidung.

Hauchdünn musste sich Pflug dem Deutschen Alexander Vetter geschlagen geben. Bitter, jedoch kein Beinbruch für den Skifahrer aus Sulz im Wienerwald. Schließlich bestritt der Deutsche mehr Rennen als Pflug, der durch die Schule „gehandicapt“ war. Ab Mai möchte sich der 19-Jährige aber   – zumindest eine Zeit lang – nur auf‘s Skifahren konzentrieren. Pflug befindet sich nämlich kurz vor der Matura.

Eltern betreiben eine Skischule

Die Begeisterung für‘s Skifahren wurde dem Slalom- und Riesentorlaufspezialist quasi in die Wiege gelegt. Seine Eltern betreiben in St. Corona am Wechsel eine Skischule. Vater Dieter, zugleich Florians Trainer, war selbst erfolgreicher Skifahrer. Seit nunmehr sechs Jahren fährt Pflug FIS-Rennen, nun möchte der Sulzer den Sprung in den ÖSV-Kader schaffen.

Generell sieht der Rennläufer Skifahren als Privileg: „Ohne die Unterstützung meiner Eltern wäre ich nicht da, wo ich bin. Die weiten Anfahrten zu den Rennen, die Materialkosten. Es ist ein sehr großer Aufwand.“ Das Engagement des jungen Skifahrers kann sich sehen lassen. Sechs Tage die Woche, zweimal täglich trainiert Pflug etwa in der Sommervorbereitung. Neben dem „Trockentraining“ geht es auch auf diverse Gletscher. Auch während der Rennsaison eilte Pflug, trotz Schule, von einem Rennen zum Nächsten – egal ob Frankreich, Italien oder die Schweiz. Die härteste Woche? „Sechs Rennen hintereinander. Da fiel‘s mir schwer, am Montag darauf die Konzentration in der Schule hochzuhalten“, schmunzelt Pflug.

Du musst herausragend sein

Dass der hohe Aufwand nicht unbedingt eine Garantie dafür ist, dass es eines Tages mit dem Weltcup klappt, weiß Pflug: „Wir haben in Österreich ein ziemlich hohes Niveau. Du musst herausragend sein, um dich durchzusetzen.“ Der Sulzer macht sich aber keinen Druck: „Ich lasse mir da alles offen. Jetzt möchte ich einmal ohne Schule im Hinterkopf eine Saison bestreiten. Dann wird man sehen, wie sich die Leistungen entwickeln.“

Dem Skisport möchte Pflug aber in jedem Fall erhalten bleiben, auch wenn es nicht zum Profi reicht. So möchte der Südstadt-Schüler natürlich die Ausbildung zum staatlichen Skilehrer machen, sowie ein Sportstudium auf der Schmelz in Angriff nehmen. Zunächst geht es aber einmal zum Bundesheer – und ab auf die Piste.