Erstellt am 31. Mai 2016, 04:04

von Wolfgang Wallner

Allerletzte Chance beim World Cup. Bei der Europameisterschaft in Nottingham verpasst Andreas Gstöttner die Olympia-Quali. Mit dem Team ist noch alles drin.

Unter schwierigen Bedingungen musste Andreas Gstöttner bei der EM im Sechzehntelfinale die Segel streichen.  |  NOEN, privat

Der „Umweg“ zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (Brasilien) führt über das türkische Antalya. Beim World Cup gibt’s die allerletzte Chance für Österreichs Bogenschützen einen Quotenplatz im Team zu holen.

Im Einzel hat der Neulengbacher Shootingstar Andreas Gstöttner diese Chance verpasst. „In Antalya wird’s verflixt schwer“, ist sich der Bogensportler aus unserer Region bewusst, „viele renommierte Nationen wie England, Frankreich oder Russland haben auch noch keinen Quotenplatz.“ Was heißt: Die Konkurrenz der rot-weiß-roten Equipe ist bärenstark.

Widrige Bedingungen in Nottingham

Bei der Europameisterschaft, die in der vergangenen Woche in Nottingham über die Bühne ging, hatten alle Sportler mit den widrigen Bedingungen zu kämpfen. Also mit typisch englischem Wetter! Drehender Wind, Regen und Kälte machten den „Robin Hoods“ zu schaffen.

Andreas Gstöttner lag nach den Qualifikationsrunden auf dem 27. Rang unter 110 Teilnehmern. Doch gleich die erste Eliminationsrunde gegen den Polen Slawomir Naploszek wurde im zum Verhängnis und er schied 6:2 aus. In der Mannschaft konnte er sich mit Alexander Bertschler und Dominik Irrasch den neunten Platz holen.

Im Zuge der Europameisterschaft wurden auch 3 Quotenplätze (Einzel, jeweils Damen und Herren) für Rio vergeben. Dort kam der Neulengbacher bis ins Sechzehntelfinale, wo er gegen den Engländer Kieran Slater ausschied.