Erstellt am 30. März 2016, 05:04

von Ernst Klement

Boat Race zieht an. Laabens Tennisspieler betätigen sich auch im Rudersport.

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Im legendären Ruder-Achter konnten sie ihre Kollegen anfeuern. Wenn Niklas Schraml und Golo Wimmer nicht für den TC Laaben Tennis spielen, dann studieren sie an der Universität Oxford. Doch auch dort sind sie sportlich aktiv, und natürlich in der Sportart, die an den englischen Eliteuniversitäten Oxford und Cambridge an erster Stelle steht — dem Rudern.

Schraml studiert Wirtschaft, Wimmer Mathematik. Der große Traum einmal im wohl legendärsten Boat Race, dem Ruder-Achter bei Oxford gegen Cambridge zu sitzen, wird sich in diesem Leben zwar nicht mehr erfüllen, doch auch heuer feuerten die beiden ihre Kollegen am Ostersonntag nach Kräften an.

„Für mehr als die Zuschauerrolle fehlen uns leider die körperlichen Voraussetzungen und das jahrelange Training“, macht sich Wimmer keine Illusionen. „Denn unter 1,90 Meter Körpergröße sitzt in diesen Booten keiner!“ Allerdings rudern die beiden Wienerwald-Athleten bei vielen Bewerben ihrer Universität in Oxford mit und haben die Topathleten auch kennengelernt. „Jedes College hat einen Rudertrainingsraum und sehr oft beginnt unser Universitätstag bereits um sechs Uhr früh mit dem Rudern auf der Themse“, erzählt Schraml.

Prestigeevent ist ein absoluter Klassiker

„Die ganze Universität lebt sportlich für dieses legendärste Ruderwettrennen, das seit 1829 die Welt fasziniert“, berichtet Wimmer. Vor diesem Duell, das am Ostersonntag vor 400.000 Zuschauern entlang der Themse stattfand, führte Cambridge mit 81:79-Siegen, obwohl Oxford die letzten drei Rennen gewinnen hätte können. Doch diesmal herrschten extrem widrige Wetterbedienungen. Bereits beim Damenrennen der Eliteuniversitäten ging der Achter von Cambridge unter, da der Wind die Wogen der Themse aufgepeitscht hatte.

Bei den Herren hat Oxford dann den Losentscheid für die Bahn verloren. „Bei diesen Bedingungen vorentscheidend, weil unser Achter nicht nur den weiteren Weg, sondern auch jenen mit mehr Wellen nehmen musste“, sah Holzer die Niederlage früh kommen. Cambridge dominierte dann von Beginn an und ließ bei diesem 162. Duell Oxford keine Chance. Dafür durfte ein anderer Österreicher jubeln. Denn der Linzer Clemens Auersperg saß im siegreichen Cambridge-Boat.

Gelassen nahmen die beiden Laabner die Niederlage: „ ist Oxford im Ranking der Eliteuniversitäten der Welt noch immer die Nummer eins vor Cambrige“, gibt Schraml dem Sport den Platz, der ihm gebührt — als die wichtigste Nebensache der Welt.