Erstellt am 14. September 2015, 15:52

von Claus Stumpfer

Saison gekrönt. Der Neulengbacher Andreas Gstöttner schafft beim Finale einen würdigen Abschluss für eine sensationelle Saison.

 |  NOEN, privat

Mit der letzten Station des Central Europeam Cups (CEC) im ungarischen Hevice hat der Neulengbacher Andreas Gstöttner endgültig eine für ihn sensationell verlaufene Outdoor-Saison beendet.

"Wie auf Wolke geschwebt"

„Neunter Platz im Weltcup, fünfter Platz mit dem Nationalteam in Polen, neunter Platz bei der Team-WM in Kopenhagen, österreichischer Staatsmeister und österreichischer Meister bei den Junioren — hätte man mir diese Erfolge vor der Saison prophezeit, hätte ich ihn für verrückt erklärt“, kann Gstöttner es selbst kaum fassen, was ihm heuer alles gelungen ist.

„Die Saison war zwar schon sehr anstrengend, aber irgendwie bin ich wie auf einer Wolke geschwebt“, ist er jetzt trotzdem froh, eine kleine Pause zu haben, bis es in der Halle wieder mit den Indoor-Bewerben losgeht.

Beim letzten Start in Hevice hat Gstöttner aber nochmals nahtlos an die bisherigen Saisonleistungen anknüpfen können. „Auch wenn es organisatorisch nicht ganz mit den anderen perfekt abgewickelten CEC-Bewerben mithalten konnte — dazu streckte es sich zu oft unnötig in die Länge“, wie Gstöttner anmerkt.

Von fünf CEC-Turnieren kommen die besten drei Resultate jedes Athleten in die Endwertung, der Rest wird als Streichresultat geführt. Nach einer fast eineinhalbstündigen Pause zwischen erster und zweiter Qualifikationsrunde — „normal ist eine halbe Stunde — lag Gstöttner auf Rang eins und konnte somit am Sonntag in Führung liegend in die Elimination gehen. Bis zum Finale bezwang er seine Gegner souverän.

Am "Tag des Sportes" am Heldenplatz vertreten

Und auch im Finale konnte Gstöttner zwar einen 0:4-Rückstand gegen den Slowenen Gasper Strajher auf 5:5 ausgleichen, doch im Stechen musste er sich geschlagen geben. Platz zwei gab es für Gstöttner auch im anschließenden Mixed-Team-Bewerb mit Magret Pleschberger.

Gstöttner, der nur bei drei CEC-Bewerben an den Start gegangen war (Kamnik, Hof und Hevice) sicherte sich auch in der Gesamtwertung noch eine Medaille — Rang drei hinter dem zweitplatzierten Serben Aleksan Beatovic und dem überlegenen Gasper Strajher.

Andreas Gstöttner (l.) sicherte sich beim Central Europeam Cupin der Gesamtwertung mit einem zweiten Platz auf der letzten Station in Ungarn noch die Bronzemedaille hinter Sieger Gasper Strajher und Aleksan Beatovic.

Am Samstag sind Gstöttner und sein Nationalteamkollege Alexander Berteschler auch am „Tag des Sports“ am Wiener Heldenplatz als Vertreter des österreichischen Bogensportverbands (ÖBSV) an dessen Stand vertreten. Die beiden werden den Besuchern einiges über den Leistungssport Bogensport erzählen und auch die Kunst des Bogenschießen demonstrieren.


Hintergrund

Andreas Gstöttner (l.) sicherte sich beim Central Europeam Cupin der Gesamtwertung mit einem zweiten Platz auf der letzten Station in Ungarn noch die Bronzemedaille hinter Sieger Gasper Strajher und Aleksan Beatovic.

Am Samstag sind Gstöttner und sein Nationalteamkollege Alexander Berteschler auch am „Tag des Sports“ am Wiener Heldenplatz als Vertreter des österreichischen Bogensportverbands (ÖBSV) an dessen Stand vertreten. Die beiden werden den Besuchern einiges über den Leistungssport Bogensport erzählen und auch die Kunst des Bogenschießen demonstrieren.