Erstellt am 16. Mai 2017, 04:32

von Claus Stumpfer

Unter den Top 100: Gstöttner schafft Meilenstein. Der St. Christophener schafft mit sensationellem zweiten Platz in Slowenien erstmals den Sprung unter die Top-100 der Welt.

Fast wie Zwillinge. Andreas Gstöttner und der Brite Patrick Huston, der sich vom Youngster aus Österreich bestens versteht..  |  NOEN, privat

Der 20-jährige St. Christophener Andreas Gstöttner konnte sich beim hervorragend besetzten Weltranglistenturnier in Kamnik (Slowenien) sensationell den zweiten Platz sichern. Damit hat er erstmals den Sprung unter die Top-100 der Weltrangliste geschafft, mehr noch: Es gab so viele Punkte für ihn, dass er jetzt bereits auf Rang 73 rangiert. „Einfach super, ich kann es fast nicht fassen“, freut sich der Youngster, der bei diesem Erfolg ein Mammutprogramm zu überstehen hatte, trat er doch im Einzel, Mixed und auch Teambewerb an.

Durchwachsene Qualifikation für Gstöttner

„Die Qualifikationsrunden am Samstag verliefen dabei noch recht durchwachsen, doch mein Score wurde sukzessive besser und am Ende des Tages lag ich auf Rang sieben“, schildert er. Eine gute Ausgangsposition für die Elimination am Sonntag. In der ersten Runde traf Andreas gleich auf seinen Teamkollegen Dominik Irrasch, den er mit 6:0 doch überraschend glatt abfertigte. Und auch die nächste Runde konnte Gstöttner glatt für sich entscheide. Und im Halbfinale wartete inmal mehr der Kroate Matja Mihalic, der ihm zuletzt beim European Grand-Prix eine Topplatzierung kostete. Erstmals ging dieses Duell nun zugunsten des aufstrebenden St. Christopheners aus — mit 7:1 sogar ganz klar. Der Einzug ins Goldfinale war geschafft. Und in diesem war sein Gegner der Brite Patrick Huston.

Weltklasse-Duell im Finale

Gstöttner lieferte dem Top-30-Schützen und Dritten der letzten EM ein packendes Duell, musste sich dann aber doch nochmals geschlagen geben. „Für mich war es aber einer der größten Erfolge, so ein Finale zu schießen“, war er aber auch mit Silber zufrieden. Das besondere dabei: „International werden Finals im Ping-Pong_System ausgetragen, das heißt die Schützen schießen abwechselnd je drei Pfeile und nicht wie sonst gleichzeitig, was doch einigermaßen gewöhnungsbedürftig ist“, erklärt Gstöttner.

Als Draufgabe holte er sich mit Nina Riess auch im Mixed-Team-Bewerb Platz zwei hinter England. Rang 73 bedeutet die beste Platzierung, die ein Österreicher je geschafft hat.