Erstellt am 24. Mai 2016, 05:04

von Wolfgang Wallner

Bresnik bremst Hype. Nach dem Sieg von Nizza ist Dominic Thiem in aller Mund. Sein Trainer, Innermanzings Günter Bresnik, hält den Ball flach.

 |  NOEN, APA/ERIKA TANAKA

Auch in Altlengbach wurde gejubelt. Nicht nur über Tore beim Rapid-Legendenspiel, sondern auch über einen verwandelten Matchball. Der bescherte Dominic Thiem, dem Schützling des Innermanzinger Erfolgscoaches Günter Bresnik, die Titelverteidigung beim ATP-Turnier in Nizza. Ideales „Doping“ also für den Tennis-Grand-Slam in Paris.

In Altlengbach hob sich die Laune. Da rannte der Schmäh und Ex-SV-Neulengbach-Kicker Werner Lazelberger erzählte als Betreuer im Stab von Tennis-Ass Dominic Thiem zahlreiche Anekdoten. Bresnik indes macht sich Gedanken um die Erwartungshaltung. „Es ist ja schon seit Mexiko bekannt, dass er eine super Saison hat. Die Frage ist halt immer, was sich die Leute von ihm erwarten. Ich habe immer gesagt, wenn er am Jahresende erste 20 steht, bin ich heilfroh. Daran hat sich nichts geändert“, stellt Bresnik klar.

Zudem stünden inklusive der French Open noch drei Grand-Slam-Turniere aus. „Und eines hat er nicht überragend gespielt, muss man sagen. Dominic hat auch bei den 1000ern nicht so gut gespielt, wenn man das mit einem Goffin oder einem Raonic vergleicht. Das sind Leute, die seine Konkurrenten sein sollten.“ Nicht Thiem, sondern Nick Kyrgios ist für Bresnik der Favorit von den Jungen auf einen baldigen Platz in den Top Ten. Vor allem, weil der Australier mit der Rasensaison noch seinen besten Belag vor sich habe.

Seinen Musterschüler Thiem sieht er nicht als „Rakete“, sondern als Spieler, der sich langsam aber stetig verbessert. „Für ihn ist wichtig, dass er sich zwischen Platz 11 und 20 festsetzt und dort in dieser Lauerposition ist.“ Von einem, auch aufgrund der Setzung möglichen Achtelfinale in Roland Garros will Bresnik nichts hören. „Da bin so langweilig wie alle anderen. Das erste Ziel muss einmal sein, dass er die erste Runde übersteht.“ Dort wartet am Dienstag der Spanier Inigo Cervantes.