Erstellt am 12. April 2016, 05:44

von Claus Stumpfer

Das Rio-Ticket winkt. Nationalteamcoach gibt dem 19-jährigen St. Christophener Andi Gstöttner gute Chancen auf einen Start bei den Olympischen Spielen.

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Österreichs Bogenaushängeschild ist mit Andreas Gstöttner derzeit ein 19-jähriger St. Christophener, und daher war es auch kein Wunder, dass der österreichische Verband zur Pressekonferenz ins BORG Neulengbach lud. Inzwischen ist ja auch Gstöttners stolze Mutter Renate zur Pressesprecherin des Verbandes aufgestiegen!

Und zu verkünden gab es für den bis dato nicht allzu erfolgsverwöhnten Bogenschützenverband einiges. Denn nicht nur Gstöttner hat heuer beste Chancen, die Qualifiaktion für die Olympischen Spiele in Rio zu schaffen, bei den Damen hat seine Mixed-Partnerin Laurence Baldauff die Qualihürde bereits hinter sich — sie ist fix dabei.

Aber auch Gstöttner und sein Freund, der fast ebenbürtige Doppelpartner Alexander Bertschler (22-jähriger Heeressportler vom BC Gloggnitz) und der Steirer Dominik Irrasch haben noch gute Chancen sich zu qualifizieren. „Am Besten wäre natürlich, wir könnten gemeinsam das Limit für den Teambewerb schaffen“, hätte Gstöttner auch nichts gegen eine Mehrfach-Belastung in Rio. Chancen sich zu qualifzieren haben die drei herren noch bei der EM in Nottingham sowie beim Weltcup in Antalya.

Gstöttner, der erst vor wenigen Wochen den österreichischen Hallenrekord verbessert. „Bestätigt er dieses Niveau, dann ist er dabei“, weiß Nationalteamtrainer Samo Medved, worauf es jetzt aber ankommt. „Bogenschießen wird im Kopf entschieden“, und bislang war die mentale Stärke das große Plus von Gstöttner.

Nächste Woche fliegt er nach Sofia, wo er mit einem guten Ergebnis in der Weltrangliste unter die Top 50 vorstoßen will. Derzeit liegt er auf Platz 66. „Aber die zuletzt gezeigten Leistungen haben ihn bereits als künftigen Top-10-Mann ausgewiesen“, glaubt Medved an seinen Youngster.