Erstellt am 16. Mai 2017, 04:28

von Claus Stumpfer

Panorama in Rumänien wurde gemeistert. Altlengbachs Dieter Rudolf trotzte den schweren Bedingungen beim gefürchteten rumänischen Klassiker und wurde als Vierter bester Österreicher.

Vorher: Dieter Rudolf scharrt mit den Hufen. Der Altlengbacher brenntdarauf, endlich auf die Strecke losgelassen zu werden.  |  NOEN, privat

Vier aufregende Tage liegen hinter dem Altlengbacher Enduro-Spezialisten Dieter Rudolf. In Rumänien nahm er beim alljährlich stattfindenden Panorama-Rennen statt, einem Klassiker seines Sports.

Nach anstrengender zehnstündiger Anfahrt am Mittwoch begann Tags darauf zu Mittag in Ghelari die erste von vier Etappen. „Dreißig Kilometer, die es in sich hatten“, schildert der einstige Trial-Staatsmeister. Drei Checkpoints gab es zu absolvieren, wobei vor allem der dritte Rudolf voll forderte. Trotzdem fuhr er in weniger als einer Stunde ins Ziel. „Ich war erledigt, aber mit Gesamtrang neun nach Tag eins zufrieden!“

Am Freitag wurde dann mit einer halben Stunde Verspätung gestartet, obwohl die Verhältnisse sehr gut waren. „Sonniges Wetter, die Strecke anspruchsvoll und ich gut drauf“, freute sich Rudolf auf die zehn Checkpoints an diesem Wertungstag.

Checkpoint zwei und drei waren dabei gleich die Härtesten, aber wieder kam Rudolf ohne gröbere Probleme durch und lag am Abend bei Halbzeit des Rennens bereits auf Rang sechs.

„Am Freitagabend begann es dann aber zu regnen, und das verhieß nichts Gutes für den Samstag“

„Am Freitagabend begann es dann aber zu regnen, und das verhieß nichts Gutes für den Samstag“, schildert Rudolf. Und der Regen prasselte den ganzen Tag unvermindert vom Himmel. Die Fahrverhältnisse auf den 90 Kilometer (12 Checkpoints) am Samstag waren also denkbar anspruchsvoll. „Vor allem die Checkpoinst drei und zwölf zählten ohnehin zu den schwierigsten des ganzen Rennens, jetzt kämpften wir bei den nicht enden wollenden Auffahrten und rutschigen Wurzelpassagen auch noch mit Schlammmassen“, erzählt Rudolf, der trotzdem wieder einen guten Rhythmus gefunden hat und sich auch seine Kräfte einzuteilen verstand. Am Ende des dritten Tages bedeutete dies Rang vier in der Gesamtwertung.

Am Samstag folgten allerdings nur noch zwei Checkpoints auf 30 eher leichten Kilometern, sodass keine Rangverbesserung mehr möglich war. Aber auch Rang vier zauberte ein Lächeln auf Rudolfs Gesicht. „Immerhin war ich bester Österreicher!“