Erstellt am 13. März 2018, 01:43

von Claus Stumpfer

Gold für Andi Gstöttner. Eine erfolgreiche Staatsmeisterschaft für die Bogenschützen aus dem Wienerwald. Gstöttner holt zweiten Indoor-Staatsmeistertitel, Dieter Daxböck wird sensationell Sechster.

St. Christophens Trio. Dieter Daxböck, Andi Gstöttner, Matthias Daxböck.  |  NOEN, privat

Für Andreas Gstöttner sowie Dieter und Matthias Daxböck stand am Wochenende der Abschluss der Hallensaison am Programm. Im Klagenfurter Sportpark fand mit über 400 Teilnehmern die bislang größte österreichische Meisterschaft/ Staatsmeisterschaft Indoor statt. An drei Tagen gaben die Sportler ihr Bestes.

Für Gstöttner lief es nahezu perfekt. Zwar ein wenig gebremst durch einen grippalen Infekt, den er sich bei seiner „US-Tour“ eingefangen hatte, legte der St. Christophener dennoch eine gute Leistung in der Qualifikation hin. Mit 585 Ringen übernahm Österreichs Nummer Eins in dieser olympischen Disziplin standesgemäß die Führung.

"Ein perfekter Abschluss einer langen Hallensaison"

Mit einem Freilos ging es in die Eliminationsrunden, in denen er sich bis ins Goldfinale ebenfalls klar durchsetzen konnte. Sein Gegner im Endkampf war etwas überraschend der Steirer Rudolf Kremser. Mit 7:1 ging das Match dann klar an den routinierteren Gstöttner, nicht nur weil beim Gegner sichtlich die Nerven flatterten. „Meine Leistung war wirklich gut, die Form stimmt weiterhin hundertprozentig“, strahlte er über seinen zweiten Indoor-Staatsmeistertitel nach 2016.

„Ein perfekter Abschluss einer langen Hallensaison, aber jetzt freu ich mich schon, dass endlich die Outdoor-Bewerbe losgehen!“ Für Gstöttner geht es Ende April zum ersten Outdoor-Weltcup nach Shanghai, aber davor wird noch ein Weltranglisten Turnier im slowenischen Kamnik absolviert.

Die Neulengbacher Brüder Dieter und Matthias Daxböck gingen in ihrer Altersklasse Kadetten bei den österreichischen Meisterschaften an den Start. Und für den Recurveschützen Dieter lief es sehr gut. Mit 561 Ringen holte er sich den österreichischen Vizemeistertitel. Er musste sich nur dem Tiroler Julian Schweighofer geschlagen geben. Mit diesem Ergebnis qualifizierte sich der Youngster auch souverän für die Staatsmeisterschaft und startete in diese, auf Rangfünf liegend in die Elimination. Dieter machte es sehr spannend. Gegen seinen ersten Kontrahenten ging es ins Stechen und auch in der nächsten Runde, dem Achtelfinale, wollte er es gegen Christian Leitgeb wissen.

„Wieder behielt er im Stechen die Nerven und setzte sich durch“, zollte auch sein Vorbild Gstöttner Respekt. Erst im Viertelfinale gegen den späteren Vizestaatsmeister Schweighofer war für Dieter Daxböck Schluss — Endrang Sechs bei seiner ersten Staatsmeisterschaft! Und als Krönung holte sich Dieter mit Noah Schönfellner und Alex Zika die Bronzemedaille im Mannschaftsbewerb!

Für Matthias lief es nicht so gut. Zwar holte er bei den Kadetten im nicht-olympischen Compound den Vizemeistertitel, jedoch blieb er leistungsmäßig hinter seinen Erwartungen zurück und konnte sich auch nicht für die Elimination der Staatsmeisterschaft qualifizieren.