Erstellt am 16. Mai 2017, 04:28

von Claus Stumpfer

Flo Bartl: Am Weg nach oben. Eichgrabens Flo Bartl bleibt in der Pro-Am-Klasse das Maß der Dinge — WM-Titel in China, EM-Titel auf Santorin!

Zwei Wochen nach seinem WM-Titel gewann Bartl auch den EM-Kampf auf Santorin gegen seinen griechischen Gegner.  |  NOEN

Florian Bartl, das junge Kickboxtalent aus Eichgraben, holte sich in China den Weltmeistertitel und wurde in Santorin (Griechenland) Europameister.

Beim Kampf um den Pro-Am-Weltmeistertitel (Pro-AM steht für Profi-Amateur also ein Mittelding zwischen Profikampf und Amateurkampf) Ende April in der chinesischen Provinz Chengdu gegen den chinesischen Sanda-Champion Junhua Ran hat Bartl den Kampf bereits in der ersten von fünf Runden klar durch K.-o. gewonnen.

„Ich habe meinen Gegner durch Lowkicks immer gegen den rechten Oberschenkel außer Gefecht gesetzt, sodass er nicht mehr gehen konnte“, berichtet er stolz. Somit ist Bartl Pro-Am-Champion!

Bartl dominierte den Wettkampf

Von China ging es dann gleich weiter auf die griechische Insel Santorin, wo Bartl am 6. Mai einen Europameisterschafts-Kampf zu bestreiten hatte. Gegner war ein Grieche, der in allen Ausscheidungskämpfen der Beste war. Doch der junge Eichgrabener hat den Kampf von Anfang an in allen drei Runden klar dominiert und 3:0 nach Punkten gewonnen.

„Mein Gegner war schon in der ersten Runde zweimal am Boden und musste angezählt werden. In den beiden anderen Runden wankte er sehr angeschlagen über die Bretter und konnte sich gerade noch über den Schlussgong retten“, erzählt Bartl, der sich damit auch noch den EM-Titel im Semikontakt und K-1 gesichert hat. „Jetzt sind alle Pro-Am-Titel, die es zu holen gibt, in meinem Besitz“, berichtet Bartl stolz, der mit seinen erst 18 Jahren, wohl der jüngste Kickboxer ist, der dieses Kunststück zustande gebracht hat.

Bartls nächster Kampf steigt bereits am 3. Juni im polnischen Budweld und zählt zum WKF K1 World Grand Prix. „Dieser Event ist eine internationale Kooperation der WKF-Landesverbände aus Tschechien, Österreich, Polen und USA“, erklärt Bartl die Bedeutung.