Erstellt am 13. Oktober 2015, 05:22

von Claus Stumpfer

Peckary vergibt Titel. Kastner Pilot hat im letzten Rennen der Formel-3-Histo noch die Führung verspielt –Silber glänzt für ihn aber wie Gold!

Peter Peckary hatte mit seinem Formel-3-Histo-Boliden die erste Saisonhälfte völlig verpatzt, kam dann stark auf, um im letzten Rennen doch den Titel noch aus der Hand zu geben.  |  NOEN, zVg

Peter Peckary aus Kasten könnte enttäuscht sein. Vor dem letzten Rennen im Formel-3-Histo-Cup noch knapp in Führung, wurde es dann doch „nur“ der Vizemeistertitel. Enttäuscht? „Nein“, sagt Peckary, „nach dieser durchwachsenen Rennsaison glänzt Silber wie Gold!“

Wäre ein Formel-3-Auto ein Pferd, wäre Peter Peckary am Anfang der Rennsaison mehrmals im hohen Bogen hart am Allerwertesten gelandet. Technische Probleme mit seinem Formel-3-Reynard F88 ließen den erfolgsverwöhnten Formel-Ford- Champion der letzten Jahre an der Sinnhaftigkeit seines Umstieg in die Top-Klasse des Histo-Cups mehrmals zweifeln. Als das Auto ab Saisonmitte endlich lief, stand Peckary auf dem sechsten Gesamtrang. Keine gute Ausgangsposition für das Ziel, auch in der Formel 3 überhaupt auf dem Stockerl zu stehen.

Nach der Devise alles oder nichts, setzte Peckary zu einer beherzten Aufholjagd ein und verbesserte sich in der Gesamtwertung von Rennen zu Rennen. Vor den beiden letzten Starts am Red-Bull-Ring lag der Kastner dann sogar mit einem Punkt in Führung. Diesen Vorsprung konnte er im ersten Rennen auf drei Punkte ausbauen. Im zweiten Rennen platzte jedoch trotz guter Ausgangslage der Traum vom Champion wie eine Seifenblase. „Leider landete ich in einem sehr hart geführten Race nur auf Platz vier — das hat mir den Titel gekosten.“ Den Titel sicherte sich der Wiener Routinier Roland Wildscheck vor Peckary. Auch die Laabner Gottfried Kult und Helmut Scheuch nahmen mit ihren Boliden an der Challenge teil.