Erstellt am 04. April 2017, 05:56

von Claus Stumpfer

Tokio am Horizont. Georg Parma will hoch hinaus. Hartes Training und das richtige Umfeld sind die besten Voraussetzungen für das Ziel Olympia

Erstmals gibt es die Chance auf Olympia-Medaillen. Parma will 2020 unbedingt dabei sein.  |  NOEN, Expa Pictures, Gruber

Für den Eichgrabener Georg Parma steht der Start in die Weltcupsaison unmittelbar bevor. Sein Blick richtet sich aber bereits noch weiter in die Zukunft. „Meine großen Ziele sind die Heim-WM 2018 und dann hoffentlich die Teilnahme bei der Olympia-Premiere des Sportkletterns 2020 in Tokio“, hat er sich viel vorgenommen.

Neben vielen Trainingseinheiten in Innsbruck absolvierte Parma zuletzt auch in der neuen Kletterhalle des Alpenvereins in der Wiener Rotenturmstraße seine Einheiten. Fast spielerisch klettert er ein ums andere Mal ganz hinauf. „Doch wie gut die Form ist, wird sich erst nächste Woche beim Boulder-Weltcup im Schweizer Meiringen zeigen“, weiß der Wienerwälder.

Vor zwei Wochen wurde der olympische Modus beschlossen, in drei Jahren kämpfen die Athleten in einer kombinierten Wertung aus Vorstieg (mit Seil), Bouldern (freies Klettern in Absprunghöhe) und Speed (schnellstmögliche Bewältigung einer vorgegebenen Route) um Medaillen. „Die Vorbereitung darauf wird spannend, denn das Teilnehmerfeld ist ja noch komplett offen, und das hat noch niemand nach Plan trainiert“, erzählt Parma, die Qualifikation sei eine ungewisse Sache. Trotzdem gilt der Heeressportler als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für 2020.

Im Weltcup versucht er sich heuer noch in Boulder und Vorstieg. In Sachen Fitness müsse er noch zulegen, um zur Weltspitze aufzuschließen, „dann sind die Chancen recht gut“. Parma ist einer von sieben Kletterern im Olympia-Kader, die schon jetzt eine zusätzliche Betreuung, etwa Physio-Einheiten oder Mentalcoaching erhalten. „Ein Startvorteil und natürlich eine große Motivation“, bekennt der mehrfache Junioren-Europameister.