Erstellt am 28. Oktober 2015, 05:52

von Fritz Hauke

Der verhaltene Griff nach den Sternen. Zehn Spiele ohne Niederlage, die wenigsten Gegentore der Liga – Scheibling‘ mischt ganz oben mit. Thomas Husar ist kein Freund von Unentschieden.

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„Weil es einfach die schlechtere von zwei Optionen des Punktgewinns ist“, so der Scheiblingkirchen-Trainer. Auch nach dem Punkt gegen Wolkersdorf war der Coach eher überschaubar euphorisch. Vor allem, weil nach dem Spiel die Rechnerei beginnt – zwei Punkte mehr, Rückstand auf Stripfing auf sechs Zähler gehalten – so sind es doch wieder acht. Historische Chance vertan? „So weit würde ich nicht gehen, auch wenn die Möglichkeit, an der Spitze dran zu bleiben, sicher da war“, meint Husar.

Dass Scheiblingkirchen so früh in der Saison so fleißig Punkte gesammelt hat, bringt vor allem einen angenehmen Nebeneffekt mit sich: Die Klasse ist gesichert. Daran gibt es nichts zu rütteln –  im Vorjahr wurde erst spät im Frühjahr alles klar gemacht. Gratulationen zum Klassenerhalt im Oktober? „Ich glaube, die können wir annehmen“, meint Husar trocken.

Doch damit ist der Erfolgshunger des USV natürlich nicht gestillt. Neue Kurssetzung nach Erreichen des Minimalziels? „Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Wenn wir es nicht gewinnen können, wollen wir es zumindest nicht verlieren. Beim ,Nicht Verlieren‘ sind wir schon nicht so schlecht.“ Seit 15. August ist Scheiblingkirchen ungeschlagen – zehn Partien am Stück. Einen großen Anteil daran hat die konsequente Defensivarbeit der Husar-Mannen. Nur elf Gegentreffer kassierten Michael Steiner und Co., im Schnitt nur eines pro Match. „Das gilt schon“, ist der Ex-Verteidiger stolz auf diese Zahlen.

Diese Woche wartet Guntramsdorf. Schlusslicht, sieglos in der aktuellen Spielzeit, zwei Punkte, wenigste Tore geschossen, die meisten bekommen. Eigentliche eine aufgelegte Geschichte für Dominik Altrichter und seine Kollegen. Husar: „Das Problem ist, dass das viele so sehen. Der Mannschaft muss klar sein, dass das ein ganz, ganz hartes und hundiges Stück Arbeit wird. Uns fällt nichts in den Schoß, wir müssen uns jeden Erfolg schwer verdienen.“