Erstellt am 28. Juni 2016, 05:04

von Tanja Barta

14 Stunden durchgelaufen. Mehr als einen halben Tag ist Matthias Klaus ohne größere Pause durch Salzburg gelaufen. Der Extremsportler will aber bei einem noch härteren Lauf starten.

Dauerlauf. Matthias Klaus rechnet, dass er in der Schweiz 20 Stunden laufen wird.   |  NOEN, sportograf.com

Ein Marathon ist gegen diesen Lauf die reinste Erholung. Der Mozart100 ist ein Lauf, bei dem die Teilnehmer 103 Kilometer und 3.000 Höhenmeter quer durch das Salzburgerland laufen – mit am Start der Ternitzer Matthias Klaus.

Gestartet wurde um fünf Uhr früh auf dem Residenzplatz. Da der Extremsportler gut in Form war, waren auch die ersten 50 Kilometer kein Problem für ihn. „Die habe ich schon aus Routine recht gut abspulen können“, so der 24-Jährige. Bei Kilometer 75 tauchten dann jedoch die ersten Probleme auf.

„Da das Wetter sehr sonnig war, bekam ich Probleme mit der Dehydration und dem Unterzucker. Mein Magen hat ganz einfach rebelliert“, erzählt der Ternitzer. Daraufhin machte der Extremsportler zehn Minuten Pause und tankte seine Reserven mit einem Bier wieder auf. „Ich hatte dann zwar noch immer große Schmerzen, aber Aufgeben gibt es bei mir einfach nicht“, so der kämpferische Bezirkssportler.

Das Wetter machte es dem 24-Jährigen während dem Lauf alles andere als leicht, doch ab Kilometer 85 kam dann endlich die Erlösung – es begann zu regnen! „Ich war noch nie so dankbar für Regen. Die anderen Sportler haben sich Regenjacken angezogen, ich habe mich ausgezogen, weil mir so heiß war“, muss der junge Extremsportler schmunzeln. Fast am Ende des Rennen hatte sich der Körper des Ternitzers wieder etwas erholt. „Ich war dann wirklich froh, endlich im Ziel angekommen zu sein. Am Schluss hat mich mehr mein Kopf als mein Körper ins Ziel gebracht. Mentale Stärke ist bei so einem Lauf wirklich wichtig“, so der Ternitzer.

Zudem hat der Extremsportler auch noch eine wichtige Lektion gelernt: „Trotz körperlicher Probleme sollte man einen kühlen Kopf bewahren.“ Knapp die Hälfte der Teilnehmer schaffte es dann übrigens schlussendlich auch ins Ziel. Matthias Klaus lief insgesamt 14 Stunden und neun Minuten.

Doch dieses Rennen war erst die Vorbereitung für einen größeren Wettbewerb für den Ternitzer: Klaus möchte beim Swiss Irontrail mitmachen. Hier muss der Sportler aus dem Bezirk 125 Kilometer laufen und 7.000 Höhenmeter überwinden.