Neunkirchen

Erstellt am 17. August 2016, 05:32

von Tanja Barta

33 Stunden auf den Beinen. Schnee, Schlamm, Wassermassen. All das stand am Programm des Swiss Irontrail 2016, bei dem auch der Ternitzer Matthias Klaus am Start war.

Stark. Matthias Klaus kam als 16. ins Ziel.  |  NOEN, Alpha Foto

Es war der Saisonhöhepunkt, auf den Matthias Klaus das ganze Jahr hingearbeitet hat – der Swiss Irontrial 2016. Mehr als 33 Stunden war der Ternitzer dabei unterwegs.

Wer an so einem Wettbewerb teilnehmen will, der muss sich auch gut vorbereiten. „Beim Training habe ich 50.000 Höhenmeter auf einer Distanz von 1600 Kilometer gemacht“, so Klaus. Um vier Uhr Früh ging es für den Ternitzer dann los. Gleich zu Beginn konnte er sich an die Spitzengruppe klammern, hatte dann jedoch ein Problem mit seinem Trailstock: „Das hat mich echt geärgert. Der eine ließ sich einfach nicht ausziehen! Ein Streckenposten konnte mir dann Gott sei Dank helfen“. Als die Sonne aufging, war Klaus im Val Funtauna unterwegs. „Für mich fühlte es sich nicht an, als wäre ich bei einem Wettkampf gewesen“, erzählt der Trailläufer weiter, der vom Anblick der Schweiz hin und weg war.

Am Vormittag ist Klaus in Bergün angekommen, wo er nur schnell Nahrung zu sich nahm. Danach ging es für ihn wieder hinauf auf die Berge. Hier stand dem Ternitzer ein Anstieg von 1500 Höhenmeter bevor. Oben angekommen stand der Bezirkssportler bei rund fünf Grad wadentief im Neuschnee. „Ich bin dann schnell weiter, um wieder in wärmere Niederungen zu kommen“, so der Extremsportler.

„Ich bin ja nicht hierher gekommen, um zu schlafen!“

Um die Mittagszeit herum begann der Schnee zu schmelzen und es entstanden kleine Bäche. „Der Schlamm hat mir manchmal fast die Schuhe ausgezogen“, erzählt Klaus nach dem Rennen. In Savognin, hier ist er bereits 65 Kilometer gelaufen, stärkte sich der Läufer noch einmal richtig. Da er hier bereits keine Wechselkleidung hatte, musste Klaus im nassen Gewand weiterlaufen. „Bei Kilometer 75 merkte ich, dass sich die Haut bei meiner Fußsohle auflöste“, so der Extremsportler. Doch die Lösung war schnell da: Einfach alles mit Tapes zubinden.

Am ersten Tag wollte Klaus noch unbedingt die 100 Kilometer-Marke knacken. Das hat er dann auch geschafft und ist um Mitternacht am Arosa Weißhorn angekommen. Um halb drei Uhr morgens gab es dann die nächste Stärkung. Geschlafen hat Klaus bis jetzt nicht: „Ich bin ja nicht hierher gekommen, um zu schlafen!“ Nun lagen die letzten 19 Kilometer vor dem Bezirkssportler. Er gab ein letztes Mal noch richtig Gas.

Klaus kam schließlich als Sechzehnter ins Ziel und gewann seine Altersklasse.