Erstellt am 18. November 2015, 05:58

von Franz Amschl

Hillebrand legt in Neunkirchen zurück. Nach drei Jahren beenden der SC Neunkirchen und Trainer Franz Hillebrand ihre Zusammenarbeit. Nachfolge noch offen. Man soll immer gehen, wenn es am schönsten ist.

Abschied. Franz Hillebrand und der SC Neunkirchen gehen ab sofort getrennte Wege.  |  NOEN, Amschl

Würde man sich an dieses Motto halten, müsste Franz Hillebrand auch noch im Frühjahr auf der Trainerbank des SC Neunkirchen sitzen. Nach einem verkorksten Herbst hat man sich aber in beiderseitigem Einverständnis darauf geeinigt, einen Schlussstrich zu ziehen. „Ich hatte drei sehr schöne und intensive Jahre hier, die ich nicht missen möchte. Als ich gekommen bin, war der Verein am Boden. Wir haben gemeinsam vieles aufgebaut, und die Entwicklung des Vereins ist noch nicht beendet“, zieht Hillebrand eine positive Bilanz. „Im letzten Halbjahr hat die Mannschaft ihr Potenzial nicht mehr ganz ausgeschöpft, ist nicht immer an die Leistungsgrenze gegangen. Daher denke ich, dass es Zeit für einen frischen Wind ist.“

Für den Verein kommt die Trennung nicht ganz unvorbereitet. „Wir haben bereits in den letzten Wochen gemerkt, dass der Trainer die Mannschaft nicht mehr 100 Prozent erreicht, und haben diesbezüglich mit ihm gesprochen. Die Suche nach einem Nachfolger ist bereits im Gange. Wir haben mit einigen Kandidaten gesprochen, fix ist aber noch nichts“, kann Sektionsleiter Jürgen Reichl noch keinen Abschluss vermelden.

Neuer Trainer wurde bereits gefunden

Die Trainersuche in St. Egyden hingegen ist beendet. Nach dem Meisterschaftsende kursierten prominente Namen. Am Ende ist es eine interne Lösung geworden. Der bisherige Interimstrainer Christian Winkler, der die Mannschaft von Toni Metzner übernommen hat, wird auch im Frühjahr an der Linie stehen. Damit erteilte der Verein allen anderen Kandidaten eine Absage. Unter anderem waren Jürgen Röcher (derzeit in Aspang) und Christoph Braunstorfer von Winzendorf als Spielertrainer im Gespräch.

„Bei den Gesprächen mit dem Verein hat sich herausgestellt, dass wir gerne weiter zusammenarbeiten“, war für Winkler schnell klar, den Posten auch bis zum Sommer zu übernehmen. Unter seiner Leitung hat die Mannschaft in sechs Spielen zweimal verloren, zweimal Unentschieden gespielt und zweimal gewonnen. Unter anderem wurde der Herbstmeister aus Kirchberg bezwungen. Außerdem zeigte die Leistungskurve in den letzten drei Spielen, in denen man sieben Punkte holte, wieder nach oben. Alles Argumente für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit. Winkler hat bereits Ziele für die Zukunft definiert. „Wir wollen noch einen Platz unter den Top 5“, glaubt er, dass im Frühjahr noch einiges möglich sein wird.