Erstellt am 11. Juli 2017, 05:18

von Tanja Barta

Saisonziel mit einer Spitzenzeit erreicht. Die Würflacherin Evelyne Lachner musste beim Lauf um den Traunstein dieses Mal etwas früher aus den Federn.

Extrem. Was Sportler nicht alles auf sich nehmen. Um 1.30 Uhr hieß es für Evelyne Lachner Tagwache!  |  NOEN, privat

Jede Saison ein Ziel. Dieses Mal war es der Bergmarathon rund um den Traunstein, den die Würflacherin Evelyne Lachner unbedingt bestreiten wollte. Ein sehr selektiver Lauf in Österreich. Allein die Startzeit um drei Uhr früh (!) verrät, dass diese Veranstaltung keine normale ist.

Zwischen dem Start und dem Ziel – beides in Gmunden – lagen sieben Berge, 70 Kilo- und 4500 Höhenmeter. „Ich hatte nicht nur vor der Route, sondern auch vor dem Laufen mit der Stirnlampe im Dunkeln großen Respekt“, so Lachner. Bereits nach zwölf Kilometern konnte die Würflacherin die Führung bei den Damen übernehmen. Der Weg auf den höchsten Berg der Strecke, den Traunstein, war für sie besonders beschwerlich. Dieser musste über einen Klettersteig erklommen werden. „Es fing dann plötzlich an zu schütten und das machte alles natürlich schwieriger“, kann Lachner jetzt wieder schmunzeln. Die Führung bei den Damen hat sie aber die ganze Zeit über nicht aufgegeben.

Auch nach der Hälfte der Strecke war sie Nummer eins. „Der Feuerkogel war noch einmal ein Knackpunkt“, muss die Extremsportlerin zugeben. Aber auch diese konnte sie bewältigen. In die letzten Kilometer steckte Lachner noch einmal viel Kraft – und das lohnte sich auch. Mit einer Spitzenzeit erreichte sie als Gesamtsiegerin der Damen das Ziel. „Den ganzen Lauf unter zehn Stunden zu schaffen, hätte ich mir nie gedacht. Das ist mein größter Erfolg!“