Baden

Erstellt am 14. Juni 2017, 14:52

von Wolfgang Wallner

Sommer, Sonne, Stockerlträume. Österreichs Zukunftshoffnungen wollen ab Donnerstag im Badener Strandbad bei der Vergabe der Medaillen ein gehöriges Wörtchen mitreden. Europas Top-Talente messen sich bei der U22-Europameisterschaft.

Strahlend blauer Himmel, sommerliche Temperaturen – das macht Gusto auf Beachvolleyball! Baden ist bereit für zwei Wochen Party auf den Rängen, Power am Court und Morgen, Donnerstag, startet in Baden die „CEV U22 Europameisterschaft presented by Sport.Land.NÖ“.

Aus rot-weiß-roter Sicht haben bei den Herren Moritz Pristauz und Paul Buchegger gute Medaillenchancen. Die Konkurrenz für die drei ÖVV-Herren-Teams aus Norwegen, Russland, Frankreich, Ukraine, Deutschland, Polen und Spanien ist jedoch groß.

Mehr Lust als Last

Vize-Europameister Moritz Pristauz sieht die Co-Favoritenrolle nicht als Bürde. „Ich war letztes Jahr Zweiter, es wäre natürlich super, das zu wiederholen“, erklärt der gebürtige Steirer, der nun in Wien studiert. Und mit Paul Buchegger einen Hallenspezialisten an seiner Seite hat. Drei gemeinsame Trainingstage müssen für die „Operation Edelmetall“ reichen. „Die Chemie stimmt. Wir sind schon in der Schule nebeneinander gesessen“, grinst Pristauz.

Ein Riese aus Italien

Eineinhalb Jahre lang spielten Pristauz und 2,07-Meter-Riese Buchegger gemeinsam Beachvolleyball, ehe sich der Hüne auf die Hallenkarriere konzentrierte. Buchegger ist momentan als Italien-Legionär erfolgreich unterwegs: „Moritz und ich kenne uns schon so lange, da ist die Abstimmung kein Problem. In Baden ist einiges drinnen für uns.“

Rot-weiß-rote Außenseiterchancen

Bei den Damen kommen die Edelmetall-Favoritinnen aus Lettland, Weißrussland, Frankreich, Russland

und Deutschland. Jedoch haben Julia Radl und Franziska Friedl Außenseiterchancen und

können mit starker Fan-Unterstützung für eine Überraschung sorgen. Als Österreichs Nummer drei geht das Südstadt-Duo Sophie Weber/Marilena Preiml ins Rennen. „Die Gruppenphase wollen wir überstehen, wenn’s dann ein Top-Ten-Platz wird, wäre das ein Traum“, sagt die Perchtoldsdorferin Sophie Weber.

Weber brennt auf Heimturnier

Die 20-Jährige hat mit ihrer Partnerin Marilena Preiml gute Erinnerungen an Baden. „Beim CEV-Turnier im letzten Jahr waren wir 13., wir freuen uns auf Baden. Auch, weil viele Freunde auf der Tribüne sitzen werden“, glaubt Weber an lautstarke Unterstützung. Schließlich kennt sie das Turnierspektakel auch von der anderen Seite, war mit den Kolleginnen vom Volleyteam Südstadt einst als Ballmädel im Einsatz.

Preiml: „Die Stimmung wird sicher super, auch das neue Stadion taugt uns.“ Aufgrund der Setzung als Österreichs Nummer drei wartet wohl eine starke Gruppe. „Egal, wir wollen uns gut präsentieren. Unterschätzen darfst du auf diesem Level eh niemanden“, weiß Weber, „auf der anderen Seite gibt’s auch keine übermächtigen Gegnerinnen“.

Nächste Woche geht’s in Baden mit dem hochkarätig besetzten CEV Masters weiter. Nicht nur Österreichs Top-Paarungen werden im Strandbad zu sehen sein.

Alle Infos zum Turnier: www.beachvolleyball-baden.at