Erstellt am 14. September 2015, 10:13

von Wolfgang Wallner und Fritz Hauke

Derby gibt die Richtung vor. St. Pölten will nach 2:0 gegen Wiener Neustadt nachlegen.

Kaum zu bremsen. St. Pöltens Patrick Schagerl (rechts, gegen René Seebacher) schoss mit dem 2:0 kurz vor der Pause den Rivalen aus Wiener Neustadt k. o.  |  NOEN, Wallner

Klare Fronten im Niederösterreich-Derby - dank eines Blitztors von Manuel Hartl. Erstmals stand der Stürmer nach zweimonatiger Verletzungspause am Rasen, stellte zwei Minuten schon die Weichen auf Sieg für den SKN St. Pölten. Hartl: „Mein frühes Tor war natürlich ideal.“ Die Wr. Neustädter agierten zu passiv, „waren über weite Strecken nur mit Nachlaufen beschäftigt“, gibt Trainer Günter Kreissl zu. Oder mit Zuschauen wie beim zweiten St. Pöltner Treffer. Patrick Schagerl hatte alle Zeit der Welt, um eine Stec-Flanke anzunehmen und im Wr. Neustädter Kasten einzubauen.

„Der erste Heimsieg tut gut“

„Der erste Heimsieg tut gut“, atmet St. Pöltens Trainer Karl Daxbacher durch. Aus den bisherigen drei Auftritten in der NV-Arena hatten die Wölfe gerade einmal zwei Zähler eingefahren. Nun kommt’s darauf an nachzulegen. Am besten schon am Montag (nach Redaktionsschluss) gegen das punktelose Schlusslicht FAC. Die Wiener seien „besser als es die Tabelle aussagt“, meint Daxbacher. „Nichtsdestotrotz müssen wir dort voll punkten.“

Rechtzeitig vor den englischen Wochen – bereits am Freitag gastiert der SKN bei Austria Salzburg – meldeten sich mit Andreas Dober, Daniel Beichler und Jannick Schibany drei „Sorgenkinder“ wieder retour. Rätselraten herrscht weiter um den Ausfall von Lukas Thürauer. Sportdirektor Frenkie Schinkels: „Wir wissen nach wie vor nicht, was er hat.“

Nicht nur drei Punkte durften die St. Pöltner feiern, auch einen Erfolg auf dem Verhandlungstisch. Shootingstar David Stec (21), dessen Vertrag zum Saisonende ausgelaufen wäre, wurde – zu verbesserten Bezügen – bis 2018 an den SKN gebunden. Parallel läuft auch ein Einbürgerungsverfahren. Bislang hatte Stec nur den polnischen Pass, daran scheiterte auch sein Einsatz in der U21-Nationalelf.

Rasen-Gutachter in Wiener Neustadt

Fast schon Dauerkartenbesitzer (wenn auch außerhalb der Spieltage) wurden in der Vorwoche die Rasen-Gutachter der Bundesliga. Am Donnerstag und Sonntag wurde das Wiener Neustädter Grün genau unter die Lupe genommen. Der Rasenpilz hatte dem Bundesliga-Absteiger eine Stadionsperre eingebrockt. Am Montagvormittag (nach Redaktionsschluss) fiel die endgültige Entscheidung. Im Vorfeld hatten die Neustädter ein gutes Gefühl. Clubmanager Alexander Gruber: „Wir sind zuversichtlich.“