Erstellt am 27. Oktober 2015, 21:45

von Alexander Wastl

Ebreichsdorf verliert Cup-Krimi gegen Sturm. Der ASK forderte Sturm Graz mehr, als es dem Bundesligist lieb war. Am Ende schrammte man mit einer 2:3-Niederlage denkbar knapp an einer Sensation vorbei.

 |  NOEN, Alexander Wastl

Tag X für Ebreichsdorf: Das Cup-Achtelfinale gegen Bundesligist Sturm Graz war da. Das Wetter passend zum Gegner, windig. Kalt war aber niemandem, denn das Spiel nahm gleich voll an Fahrt auf. Und die Hausherren präsentierten sich mit breiter Brust. Martin Demic gab schon nach vier Minuten den ersten Warnschuss ab. Auf der anderen Seite kam Keeper Florian Prögelhof gerade noch rechtzeitig bei einem Querpass aufs Sturms Lovric. In dieser Tonart ging es weiter, Graz wurde stärker. Zunächst knallte Offenbacher den Ball aus dem Rückraum nur knapp am Kasten vorbei. Nach 13 Minuten raschelte es aber im

Ebreichsdorfer Gehäuse: Schick traf flach ins lange Eck zu Grazer Führung. Ebreichsdorf ließ sich von dem frühen Gegentor aber nicht kleinkriegen. Die besseren Chancen hatten aber weiterhin die Steirer. Prögelhof verhinderte mit einer Parade das 2:0 durch Gruber (25.). Einige Minuten später kann Sebastian Bauer einen Grazer Lupfer nach einem missglückten Ausflug von Keeper Prögelhof gerade noch abwehren. Dann plötzlich Elfmeter-Alarm: Miodrag Vukajlovic setzt sich gegen Sturm-Verteidiger Lykogiannis durch und geht zu Boden. Ein Pfiff von Schiedsrichter Muckenhammer blieb aber aus. Die dickste Chance auf den Ausgleich vergab Dominik Höfel, als er einen Volley-Hammer direkt in die Hände von Sturm-Schlussmann Esser schießt.

Dramatik pur in Hälfte zwei

Höfel stellte auch in Hälfte zwei Esser auf den Prüfstand, der Grazer musste sich bei einem Freistoß (57.) lang strecken,  um den Ausgleich zu verhindern. Ebreichsdorf verkaufte sich weiterhin teuer, dann aber wieder einmal die Grazer mit einem Schuss ans Außennetz (66.). Die Chancen wurden aber insgesamt auf beiden Seiten weniger. Sturm beschränkte sich auf das Notwendigste – und machte damit einen Fehler. Denn auf einen Mann wurde vergessen: Christoph Monschein. Der setzte sich zunächst gegen Offenbacher durch, düpierte Kamavuaka und schob dann eiskalt neben Keeper Esser ein (73.).

Der Publikumsliebling musste es wie so oft richten – Ebreichsdorf glich einem Tollhaus. Die Partie schien tatsächlich zu Gunsten der Heimmannschaft zu kippen. Doch Sturm bäumte sich wieder auf – in Person von Josip Tadic (82.), der wieder den alten Vorsprung herstellte. Die Partie schien gegessen, wäre da nicht Vukajlovic. Der lauerte nach Hereingabe am langen Eck und glich postwendend  aus (84.). Es lag eine Sensation in der Luft, die aber zum Leidwesen der Ebreichsdorf wiederum von Tadic zunichte gemacht wurde. Der stand nach Ecke wieder goldrichtig und nickte zum 3:2 (88.) ein. Der Viertelfinal-Traum der Ebreichsdorfer war geplatzt.
 
ASK EBREICHSDORF – SK STURM GRAZ 2:3 (0:1).
Tore: 0:1 (13.) Schick, 1:1 (73.) Monschein, 1:2 (82.) Tadic, 2:2 (84.) Vukajlovic, 2:3 (87.) Tadic.
Gelbe Karten: Pinter (34., Foul), Gruber (35., Kritik), Offenbacher (76., Foul), Dobras (91., Kritik).
Ebreichsdorf: Prögelhof; Vukajlovic, Ilic, Bauer, Plattensteiner; Anderst, Juric (72., Bartholomay); Pinter, Höfel, Demic (74., Frithum); Monschein.
Sturm: Esser; Kayhan (78., Klem), Madl, Kamavuaka, Lykogiannis; Lovric (59., Dobras), Piesinger; Schick, Offenbacher, Gruber (72., Edomwonyi); Tadic.
Ebreichsdorf, Schiedsrichter Muckenhammer

Stimmen zum Spiel

Goran Djuricin (Trainer ASK Ebreichsdorf): „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir haben versucht vorne zu attackieren, manchmal fehlt noch die Durchschlagskraft, speziell auf der Seite. Ich spiele lieber offensiv und verliere 2:3 als sang und klanglos 0:2.“
 
Franco Foda (Trainer SK Sturm Graz): „Wir haben nach dem 0:1 nachgelassen. Der Sieg geht am Ende aufgrund der besseren Chancen aber in Ordnung.“