Erstellt am 21. September 2015, 04:22

von Bernhard Schiesser

Golf & Moneten. Der berühmte Ryder Cup soll 2022 im Oberwaltersdorfer GC Fontana ausgetragen werden. Der Zuschlag würde Top-Golfer wie Bubba Watson (Bild) und viel Geld ins Land bringen.

 |  NOEN, APA/EPA/Facundo Arrizabalaga
Der Ryder Cup – Mythos und Aushängeschild des Golfsports hat sich zum global drittgrößten Sportevent gemausert. Nur Olympische Sommerspiele und die Fußballweltmeisterschaft bewegen mehr Menschen und Geld als der legendäre Golfvergleichskampf zwischen den Topstars aus Europa und den USA.

2022 sollen Tiger Woods, Rory McIlroy, Bubba Watson oder auch der Burgenländer Bernd Wiesberger im Oberwaltersdorfer Golfclub Fontana abschlagen. Die Vergabeentscheidung wird Ende Oktober erwartet. ÖGV-Generalsekretär Robert Fiegl rechnet sich gute Chancen auf den Zuschlag aus: „Wir sind mit unseren Mitbewerbern Deutschland, Spanien und Italien auf Augenhöhe.“

Auch das Sportland NÖ würde den Ryder Cup mit offenen Armen willkommen heißen und sagt seine Unterstützung zu. Klar, würde dieser Event doch neben Topgolfern auch unglaublich viel Geld ins Land bringen. Eine Studie des Industriewirtschaftlichen Instituts (IWI) prognostiziert bis zu 1,2 Milliarden Euro Wertschöpfung, die in Österreich bleiben sollen. Ein großer Teil davon in Niederösterreich.

Guzy und Schneeberger wären entzückt

Christian Guzy ist Besitzer des Diamond Country Clubs in Atzenbrugg. Dort finden jährlich die Lyoness Open, Österreichs größtes Golfturnier, statt. Der St. Pöltner spricht von einem Meilenstein, falls der ÖGV den Zuschlag bekäme: „Das wäre eine Riesensache. Außer bei einer Ski-WM haben wir in Österreich doch keine Chance mehr, eine Großveranstaltung zu bekommen.“ Guzy rechnet damit, dass alle Golfclubs in Österreich davon profitieren würden: „In Schottland ist in den zwei Jahren vor dem Ryder Cup 2014 das Greenfee-Aufkommen verdoppelt worden.“

Als Ersatzclub für Fontana würde übrigens der GC Föhrenwald bei Wr. Neustadt einspringen, sollte auf dem Platz in Oberwaltersdorf irgendetwas schief gehen. Damit rechnet Föhrenwald-Präsident Klaus Schneeberger zwar nicht, ein Zuschlag wäre für ihn aber keine Überraschung: „Vor einem Jahr haben viele die Bewerbung als Hirngespinst abgetan. Jetzt gehören wir zu den Top-Anwärtern. Alleine das ist schon eine Sensation. Touristisch, sportlich und imagemäßig wäre der Ryder Cup ein Segen für das Land.“