Erstellt am 06. Januar 2016, 05:18

von Bernhard Schiesser

Will ins Olympiafinale. Beate Schrott (27), Hürdensprinterin aus St. Pölten, steckt sich für die anstehende Saison hohe Ziele.

Beate Schrott  |  NOEN, Erich Marschik

NÖN: Sie waren Ende des Jahres für fünf Wochen in Südafrika trainieren und schlugen eben in Florida Ihre Zelte auf. Die optimale Vorbereitung auf die Olympia-Saison?

Beate Schrott: Ich hoffe es. Ich habe hier optimale Bedingungen und kann mich in meiner Trainingsgruppe mit Topleuten messen. Derzeit arbeiten wir noch viel an den Grundlagen. Wir trainieren viel Kraft und allgemeine Athletik. Langsam läuft auch das Hürdentraining an, was mich ganz besonders freut. Voraussichtlich starte ich am 3. Februar in Düsseldorf in die Hallensaison, aber die Planung ist noch nicht zu hundert Prozent sicher und abgeschlossen. Das hängt stark von dem Trainingslager hier in Florida ab.

Highlight sind sicher die Olympischen Spiele in Rio im August. Ist ein ähnlicher Erfolg wie vor vier Jahren in London realistisch?

Schrott: Mein Ziel ist ganz klar: Ich will wie in London ins Olympiafinale. Auch meine Bestzeit (Anm. 12,82 über 100 Meter Hürden) soll fallen. Wenn ich gesund bleibe, dann ist das absolut möglich. Zuvor ist auch noch die Europameisterschaft in Amsterdam ein großes Ziel von mir. Vielleicht gewinne ich, wie schon in Helsinki 2012 wieder eine Medaille und ich darf sie diesmal gleich vor Ort in Empfang nehmen.

Apropos gesund bleiben: Sie waren in den vergangenen Jahren sehr oft verletzt. Einfach Pech?

Schrott: Also die Verletzungen waren teilweise sicher Pech, aber sie scheinen alle mit meinem Becken bzw. meiner Hüfte zusammenzuhängen. Leider verursachen solche Beckenfehlstellungen an sich oft keine Beschwerden, was der Grund dafür ist, dass man oft erst im Nachhinein draufkommt. Das heißt, es wird für heuer sehr wichtig sein, gut auf meine Beckenposition zu achten und daran zu arbeiten, dass in dem Bereich alles richtig sitzt und steht.

Sind die Olympischen Spiele in Rio Ihr letztes großes Ziel? Wie lange werden Sie dem Spitzensport noch erhalten bleiben?

Schrott: Nein, nach dieser Saison ist noch nicht Schluss. Die Planungen gehen derzeit bis 2017 weiter. Was nach 2017 passiert, steht aber noch in den Sternen.