Erstellt am 20. Januar 2016, 06:23

von Bernhard Schiesser

„Ich trete wieder an“. Ludwig Binder, NÖFV-Präsident, stellt sich im April der Wiederwahl.

Ludwig Binder  |  NOEN, Franz Baldauf

NÖN: Die Ankündigung, dass ab Sommer 2017 Spieler, so sie 28 Jahre alt sind, kostenlos wechseln können, sorgt bei vielen Vereinen für Verwirrung. Zu Recht?

Ludwig Binder: Überhaupt nicht. Die Angst, dass ausbildende Vereine ab 2017 durch die Finger schauen, ist unbegründet. Ganz im Gegenteil: Wir wollen diese Vereine weiter stärken. In diesem Bereich waren wir aber gezwungen, gewisse Adaptierungen vorzunehmen, damit wir rechtlich auf der sicheren Seite sind. Viel gefährlicher wäre gewesen, wenn die Ausbildungsentschädigung komplett fällt.

Wo ist rechtlich der Unterschied, ob ein Spieler 28 oder 25 ist. Inwiefern genügt das zukünftige System eher den rechtlichen Anforderungen?

Binder: Wir haben das jetzt mit den Rechtsexperten des ÖFB abgestimmt. So wie es zukünftig sein soll, entspricht es eher der derzeitigen Rechtssprechung. Zukünftig wächst die Ausbildungsentschädigung, die bei einem Spieler zu zahlen wäre, bis zu dessen 23. Geburtstag jährlich an. Danach geht man davon aus, dass die Ausbildung abgeschlossen ist und dieser Betrag bleibt gleich, bis er 28 ist. Dann wird das „Konto“ gelöscht und er kann kostenlos wechseln. Und weil ich auch schon Stimmen gehört habe, dass das schlecht für die kleinen Vereine sei: Ich glaube eher, dass das ein Vorteil für sie sein wird, weil Kicker im Alter eher nach unten wechseln.

Themenwechsel: In diesem Jahr steht nicht nur die Bundespräsidentenwahl, sondern auch die Wahl des NÖ-Fußballpräsidenten an. Stehen Sie zur Verfügung?

Binder: Ja, ich werde wieder antreten. Mir macht meine Aufgabe nach wie vor Spaß. Ich habe auch das Gefühl, dass die Vereine mit mir als Präsidenten zufrieden sind.

Rechnen Sie mit Gegenkandidaten?

Binder: Die Wahl wird voraussichtlich am 23. April stattfinden. Bis fünf Wochen vor diesem Termin müsste sich ein Gegenkandidat beim Wahlausschuss melden. Derzeit sieht es aber nicht danach aus. Wir werden mit der gleichen Mannschaft in die nächste Periode gehen. Auch die Vizepräsidenten werden gleichbleiben.