Erstellt am 07. Juni 2016, 06:25

von NÖN Redaktion

„Werde sicher nicht Sportdirektor in Horn“. Martin Scherb dementiert im NÖN-Gespräch Gerüchte, er steige beim Bundesliga-Aufsteiger aus dem Waldviertel als Sportdirektor ein.

Martin Scherb dementiert im NÖN-Gespräch Gerüchte, er steige beim Bundesliga-Aufsteiger aus dem Waldviertel als Sportdirektor ein.  |  NOEN, Erich Marschik

NÖN: Was ist dran am Gerücht, dass Sie neuer Sportdirektor beim SV Horn werden?
Scherb: Nichts, beziehungsweise nicht viel. Zur Erklärung: Ich werde sicher nicht Sportdirektor in Horn. Ich kann mir maximal vorstellen meine Expertisen als externer Berater zur Verfügung zu stellen. Vielleicht kann ich meine Erfahrungen einbringen und helfen, den SV Horn von einem kleinen zu einem großen Profiverein in Österreich zu machen. Ich bin mit Horn-Ehrenpräsident Thomas Kronsteiner seit Jahren in Kontakt und jetzt haben wir genau darüber gesprochen.

Warum geht Kronsteiner dann damit in die Öffentlichkeit, wenn sie nie vor hatten, Sportdirektor in Horn zu werden?
Scherb: Das weiß ich auch nicht so genau. Das war zugegebenermaßen etwas unglücklich, weil es einfach nicht stimmt.

Seit Ihrer Beurlaubung als SKN St. Pölten-Trainer sind Sie als TV-Experte engagiert. Juckt Sie eine Rückkehr ins Fußballgeschäft als Trainer oder Sportdirektor gar nicht?
Scherb: Doch, ich kann mir beides vorstellen. Ich bin gerade dabei, mich im Management fortzubilden. Aber um jeden Preis mache ich das nicht. Das soll jetzt nicht überheblich klingen, aber meine Ansprüche an die Vereine sind gestiegen. Wenn ein Klub mit interessanten Perspektiven auf mich zukommt, kann ich mir aber sowohl den Trainer- als auch den Sportdirektorjob vorstellen. Vor einem Jahr waren die Verhandlungen mit dem LASK schon sehr weit fortgeschritten. Das hätte mich beispielsweise sehr gereizt. Okay, die haben sich dann für Oliver Glasner entschieden.

Ihre Expertisen sind nicht nur bei Sky oder vielleicht beim SV Horn gefragt, sondern auch beim ÖFB. In welcher Form?
Scherb: Ich beobachte und analysiere Österreichs Gegner. Vorige Woche war ich beim Spiel Polen gegen Niederlande. Die 0:2-Niederlage vom Samstag hat mich nicht überrascht, weil Holland eine hochtalentierte Mannschaft hat und weil bei uns – verständlicherweise – die letzten fünf Prozent gefehlt haben. Die werden aber bei der EM da sein.