Erstellt am 22. März 2016, 05:14

von Alexander Wastl, Wolfgang Wallner und Fritz Hauke

Jetzt hat Admira Europa im Visier. Die Südstädter knackten gegen Sturm die 40-Punkte-Marke und wollen nun Platz vier halten.

Und der Jubel nimmt kein Ende! Nach Rapid musste mit Sturm der zweite Liga-Krösus in Folge dran glauben. Die Admira ist drauf und dran, sich für die Europa League zu qualifizieren.  |  NOEN, Möhsner

Die Admira hat sie: Die magische 40-Punkte-Marke. Daniel Toth schoss mit seinem Weitschuss-Traumtor gegen Sturm der Admira die letzten Abstiegssorgen von der Seele. Trotz der „Angst vorm Gewinnen“ brachten die Südstädter das 1:0 über die Runden. „Da sieht man einfach, dass die Mannschaft diesen positiven Druck gar nicht gewohnt ist“, so Lederer über das mäßige Spiel nach dem erzielten 1:0. Jener Druck, den die Admira in den letzten acht Runden aber permanent spüren wird. Denn nun gilt es, Platz vier zu verteidigen – und die Chancen stehen gut.

Mit dem Erfolg wurde der Abstand zu den Steirern auf vier Punkte vergrößert, Mattersburg lauert drei Punkte hinter den Südstädtern. „Wir wollen unsere Platzierung halten, lieber an einem schweren Ziel scheitern, als sich mit einem einfachen zufriedengeben“, lautet die Kampfansage von Lederer. Die Chance, am Ende tatsächlich auf dem vierten Platz zu stehen, wurde wieder einmal vergrößert. Mit dem vierten Rang lebt auch die „doppelte Chance“ für die Euro League. Hält man die Platzierung, wäre man auch im Falle eines Cup-Ausscheidens in der Euro-League, da mit der Austria und Salzburg zwei weitere Cup-Semifinalisten ihre Tickets über die Liga lösen werden. Platz vier in der Liga reicht nur dann nicht für die Europacup-Quali, sollte St. Pölten den Cupsieg holen.

St. Pölten bleibt mit Arbeitssieg auf Kurs

Dort steht aber vor allem der Aufstieg in die Tipico Bundesliga im Fokus. „Mühsam nährt sich das Eichhörnchen? Mir egal, solange es gut im Futter steht!“ St. Pöltens Effizienz schmeckt nicht nur Cheftrainer Karl Daxbacher, sondern auch seinem Co-Trainer Jochen Fallmann. Weder gegen Kapfenberg noch am Freitag gegen Austria Klagenfurt glänzten die Niederösterreicher, fuhren aber volle Punkte ein. Für den SKN war’s der dritte 1:0-Sieg am Stück. „An dieses Resultat könnte ich mich gewöhnen, wenn wir am Schluss ganz oben stehen“, schmunzelt Daxbacher.

Den Unterschied machte Cheikhou Dieng aus. Der Winterneuzugang aus Norwegen krönte eine starke Kombination über Hartl und Stec mit seinem zweiten Treffer im SKN-Dress. „Ich hoffe, dass unser Lauf noch lange weitergeht“, grinst der 22-Jährige, „die Menschen in St. Pölten haben es sich verdient, einmal Bundesligafußball zu sehen.“

Wr. Neustadt gelingt Achtungserfolg

Davor müssen die Wölfe aber noch die Hürde LASK nehmen. Gleich nach der Länderspielpause steht der schwere Gang nach Oberösterreich (1. April) zum Gipfeltreffen an.

Wiener Neustadt surft aktuell auf ihrer eigenen Erfolgswelle – mit vier Punkten aus den vergangenen zwei Spielen. Zwar tabellarisch wieder von Rang sechs auf sieben gerutscht, gibt es beim SC genug Grund zur Freude. Acht Spiele in Serie auswärts ungeschlagen – und damit die Bestmarke aus der Meistersaison 2008/09 eingestellt, 13 Partien in Folge zumindest jeweils einmal getroffen. „Ich bin sehr glücklich über die Entwicklung von einzelnen Spielern. Wir haben uns ein tolles Klima erarbeitet. Diese Serien sind keine Momentaufnahmen – es zeigt, dass in den vergangenen Monaten viel richtig gemacht wurde“, ist Sportchef Günter Kreissl stolz.