Erstellt am 06. Januar 2016, 06:28

von Wolfgang Wallner

Konkurrenz im eigenen Haus. Jiu-Jitsu ist im Hause Horak eine echte Familiensache.

Nachwuchssportler des Monats Oktober: Jiu-Jitsu-Hoffnung Johannes Horak - mit NÖ-Sportlandesrätin Petra Bohuslav.  |  NOEN, Wallner

Papa Robert und Mama Anja "schupfen" höchst erfolgreich den Klub Goshindo Pressbaum, Schwester Sonja ist die schärfste Konkurrentin - und Johannes Horak gehört mit seinen 16 Jahren schon zu den großen rot-weiß-roten Mattenhoffnungen. „Seit ich denken kann, gehört Jiu-Jitsu zum Leben dazu“, schmunzelt der Schüler, der schon als Dreijähriger seine ersten sportlichen Gehversuche im Jiu-Jitsu gemacht hat. Bei der Junioren-Weltmeisterschaft hat er 2015 Silber geholt, mit Partnerin Sara Hekele den Duo-Bewerb bei den renommierten German Open gewonnen.

„Wenn’s darauf ankommt, bin ich da“, kennt Horak seine größte Stärke, „ich kann mich voll auf den Wettkampf fokussieren.“ Der Kirchstettner (Bezirk St. Pölten) will diese Qualität auch 2016 ausspielen – vor allem bei der Weltmeisterschaft in Madrid, wo Horak eine Altersklasse „aufsteigt“ und auch dort um Edelmetall mitfighten will. „Wenn schon, denn schon!“ Halbe Sachen sind nun mal nicht das Seine. Dafür sorgt schon die eigene Familie, die den Sport mit Leib und Seele lebt. Und wie fühlt sich das an, wenn die eigene Schwester im Duo-Mixed als Konkurrentin wartet? Horak schmunzelt: „Für mich nichts Ungewöhnliches. Und ich bin ja der Jüngere. Ich hab’ nichts zu verlieren!“