Erstellt am 31. Mai 2016, 06:24

von Wolfgang Wallner

Am Sprung nach Rio. Zehnkämpfer Dominik Distelberger schafft am Sonntag beim Meeting in Götzis die Olympia-Norm. Sprinterin Beate Schrott fehlen nur mehr vier Hundertstel.

Aufsteigende Form: Hürdensprinterin Beate Schrott tastet sich ans Limit. Nur vier Hundertstel fehlen noch bis Rio. Foto: Wallner  |  NOEN, Wolfgang Wallner

„Unglaublich! Da hat alles gepasst und auch das Glück war auf meiner Seite!“ Dominik Distelberger kann’s nicht fassen. Der 26-jährige Purgstaller knackte mit 8.175 Zählern im Zehnkampf von Götzis nicht nur seine persönliche Bestleistung, sondern auch das Limit für die Olympischen Spiele in Rio (8.100 Punkte). Eine Gala-Vorstellung, die für Distelberger überraschend kam: „Ich wusste zwar, dass ich gut trainiert habe. Aber bei Weitem nicht optimal, weil ich mich mit Verletzungen herumschlagen musste.“

Der Mostviertler absolvierte seinen ersten vollen Wettkampf seit der Europameisterschaft 2014 in Zürich. Dass es auf Anhieb mit Olympia geklappt hat, ist für Distelberger „nicht zu fassen“. Unglaublich präsentierte sich auch Siebenkämpferin Ivona Dadic. Sie startet seit Winter für die Union St. Pölten. Und verpasste in Götzis nur haarscharf die Rio-Reise. 6.196 Punkte holte sich Dadic. Vier Zähler mehr und Olympia wäre ihr sicher gewesen. „Das ist brutal! Über meinen österreichischen Rekord kann ich mich nicht freuen.“

Nur mehr vier Hundertstel fehlen Beate Schrott zum Ticket für Rio. Am Samstag blieb die St. Pöltnerin beim Meeting im deutschen Weinheim mit 13,34 Sekunden über 100 Meter Hürden knapp über der EM-Norm (13,30 Sekunden). Die muss Schrott laufen, um ihre Olympia-Nominierung zu bestätigen. „Von den Zeiten lasse ich mich nicht verrückt machen, ich komme aus einer intensiven Trainingsphase und bin mir sicher, dass ich bei der Europameisterschaft im Juli schon unter der 13-Sekunden-Marke landen werde“, sagt Schrott. Ihren Freiluftauftakt hatte sie am Donnerstag beim Liese-Prokop-Memorial in ihrer Heimatstadt bestritten. Mit 13,42 Sekunden belegte sie Platz drei. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Beate ihre Leichtigkeit wiederfindet“, versprüht auch Schrotts Vereinschef bei der Union St. Pölten, Gottfried Lammerhuber, Zuversicht.

Markus Fuchs (ULC Riverside Mödling) sprintete über 100 Meter in 10,42 Sekunden in neue Sphären. Der 20-Jährige drückte seine Bestzeit um 14 Hundertstel. „St. Pölten ist und bleibt ein super Pflaster“, schwärmt Fuchs. Vier Hundertstel fehlen ihm auf das EM-Limit.

Längst für Olympia qualifiziert ist Diskuswerfer Gerhard Mayer. Doch der „Evergreen“ aus Franzensdorf plagt sich mit Knieproblemen, musste zuletzt seinen Start in St. Pölten absagen.