Erstellt am 20. Juli 2016, 05:13

von Wolfgang Wallner

Admiras Kasse klingelt noch nicht. Reisekosten, Stadionmiete – die Admira kann aus dem Europa-League-Abenteuer noch wenig Kapital schlagen.

Noch nicht ausgetanzt. Nach einem 1:0 in der NV-Arena haben Srdjan Spiridonovic und seine Kollegen von der Admira gute Karten für das Euro-League-Rückspiel in Baku.  |  NOEN, Möhsner

Ein großes Geschäft war die Europa-League für die Admira noch nicht. Nur 600 Fans wollten den 1:0-Erfolg gegen den aserbaidschanischen Vertreter Kapas Ganja sehen. Und dann steht ja noch am Dienstag der Flug nach Baku auf dem Programm. „Mich interessiert nur die sportliche Herausforderung“, sagt Trainer Oliver Lederer. Und sportlich hat sich der Europa-Ausflug durchaus bezahlt gemacht.

Ebreichsdorfer als „Riesentöter“

Dominik Starkls Tor dürfte der Grundstein für den Aufstieg in die dritte Quali-Runde der Europa-League gewesen sein. „Geschenkt wird uns in Baku nichts“, warnt Lederer.

Ihre Aufgabe im Cup haben die Südstädter recht souverän gelöst (4:1 in Dornbirn), während mit Wolfsberg ein Bundesligist im ÖFB-Cup schon draußen ist. Regionalligist Ebreichsdorf sorgte – dank eines Tors von Marjan Markic – für die Sensation gegen den WAC. „Unglaublich! Jeder Spieler ist über sich hinaus gewachsen“, schwärmt Trainer Goran Djuricin.

Cup-Aufstieg und Kicker-Ärger

Landesligist Krems verpasste dagegen eine Überraschung im Prestigeduell mit dem SKN St. Pölten. Vor 2.200 Zuschauern schoss sich die Daxbacher-Elf mit einem 2:0-Erfolg für den Bundesliga-Auftakt am Sonntag zuhause gegen die Austria warm. Die Premiere in Liga eins bekommt allerdings ein juristisches Vorspiel. Tomasz Wisio und Daniel Beichler wehren sich gegen die Versetzung zu den Amateuren, haben die Spielergewerkschaft eingeschaltet. Die will nun für ihre Klienten die Teilnahme am Profitraining erstreiten, spricht von „Mobbing“. Vorwürfe, die der SKN zurückweist. „Wir halten uns an die Verträge“, versichert Sportdirektor Schinkels.

Auch in der Sky Go Ersten Liga wird‘s am Wochenende ernst. Horn, das sich im Cup gegen Ostliga-Aufsteiger Traiskirchen mit 3:1 durchgesetzt hat, will „vorne mitmischen“, sagt Geschäftsführer Marc-Kevin Prisching. „Die Mannschaft hat das Zeug, um den Titel mitzuspielen.“ Zum Start wartet mit Liefering ein echter Gradmesser. Der SC Wiener Neustadt gastiert am Freitag in Kapfenberg.