Erstellt am 09. August 2016, 05:20

von Wolfgang Wallner und Alexander Wastl

Viertes K. o. in Folge kassiert. Die Admira verliert nach Euro-League-Aus auch in der Liga. St. Pölten-Pleite bei Meister Salzburg.

Kein Durchkommen. Srdjan Spiridonovic (r.) und die Admira fanden erst spät einen Weg durch Altachs Abwehr.  |  NOEN, Möhsner

Der Europa-League-Traum hat sich für die Admira nach der 0:2-Pleite in Liberec ausgeträumt und auch in der Bundesliga müssen die Südstädter nach dem Auftaktsieg über Mattersburg weiter auf ein Erfolgserlebnis warten. Gegen Altach (1:2) setzte es wettbewerbsübergreifend die vierte Niederlage in Folge. Dennoch war man nach der Pleite von Niedergeschlagenheit weit entfernt – obwohl die Südstädter in den ersten 45 Minuten die wohl dürftigste Darbietung der bisherigen Saison ablieferten. „Zweite Halbzeit waren wir präsent, das ehrt die Spieler ob der Strapazen der vergangenen Wochen“, gab’s sogar ein klein wenig Lob von Trainer Oliver Lederer. Diese Woche geht es ins neue Allianz-Stadion zu Rapid. „Wir freuen uns, eine ganze Woche Zeit zu haben, um uns auf nur einen Gegner vorzubereiten“, sieht Lederer das Positive am Europa League-Aus – nämlich den vollen Fokus auf die Bundesliga.

Wölfe verpassen Salzburg-Sensation

In St. Pölten reißt der Wirbel rund um die beiden zu den Juniors versetzten SKN-Profis Tomasz Wisio und Daniel Beichler nicht ab. Nach einem Schlichtungstermin in der Vorwoche bei der Bundesliga stehen die Zeichen auf Vertragsauflösung. Die St. Pöltner haben ihr Angebot vorgelegt. Bis Montagabend (nach Redaktionsschluss) lief die „Deadline“. Enttäuscht zeigt sich SKN-Sportmanager Frenkie Schinkels vom Vorgehen der Spielergewerkschaft VdF: „Von Seiten der Gewerkschaft wurde nur gezündelt, anstatt konstruktiv nach Lösungen zu suchen.“

Zu Ende gegangen ist am Samstag eine sportliche Erfolgsserie. Nach 15 Pflichtspielen in Serie, in denen die St. Pöltner immer getroffen hatten, gingen die Wölfe bei Double-Sieger Salzburg leer aus. „Wir wollten etwas mitnehmen, aber die Qualität der Salzburger war dann doch zu groß“, seufzt Kapitän Lukas Thürauer nach dem 0:2. Munas Dabbur und Konrad Lainer machten den Sack zu. „Kampf und Leidenschaft haben wir gezeigt, mit dem Resultat bin ich nicht zufrieden“, erklärt Trainer Karl Daxbacher. „Wir haben gegen Austria und Salzburg gesehen, dass wir mit den Besten der Liga mithalten können. Und trotzdem gefällt es mir nicht, wenn wir für Spiele gelobt werden, in denen wir keine Punkte gemacht haben“, ärgert sich wiederum Schinkels, „das ist sehr gefährlich.“

Noch nicht im Kader dabei war Marco Perchtold, der 27-jährige Mittelfeldspieler, den die Wölfe vom „FC AMS“ zurück in den Profifußball holten. „Ein anderer Typ als Thürauer oder Mader, der in Kapfenberg gezeigt hat, was er kann“, begründet Schinkels den Transfer. Die St. Pöltner halten zudem weiter Ausschau nach einem Stürmer.

Nun steht den Landeshauptstädtern die längste Auswärtsfahrt ins Haus. Ausgerechnet nach Altach, das nach dem Erfolg gegen die Admira mit dem Punktemaximum an der Bundesligaspitze liegt.