Erstellt am 14. September 2015, 10:15

von Wolfgang Wallner

NÖ-Asse am Stockerl. Manuela Antosch und Wolfgang Wallner gewannen den Marathon. Andrea Mayr Fünfte über Halbdistanz.

Rund 10.000 Läufer waren am Sonntag in der Wachau auf den Beinen. Zwei Todesfälle überschatteten allerdings den Marathon.  |  NOEN, Wallner

Das blau-gelbe Lauffest sieht zwei NÖ-Sieger. Rund 10.000 Läufer wagten sich beim Wachau-Marathon an ihre Grenzen. Über die Marathondistanz kamen am Sonntag Manuela Antosch (ULC Klosterneuburg) und der Piestinger Wolfgang Wallner (LAG NÖ Mitte) als Erste ins Ziel. Und wurden von Tausenden Fans an der Strecke frenetisch gefeiert.

Internationale Spitzenzeiten gab’s zu sehen

Internationale Spitzenzeiten gab’s über die Halbmarathon-Strecke zu sehen. Dem Kenianer Benard Bett fehlte nur eine Minute auf den Streckenrekord, bei seiner Landsfrau Viola Jelagat waren’s sogar nur zwölf Sekunden. „Vielleicht hat der nach den ersten Kilometern einsetzende Wind eine Rolle gespielt“, überlegt Veranstalter Michael Buchleitner. „Wie auch immer: Wir haben absolute Spitzenleistungen beim Wachau-Marathon gesehen.“

Die beiden kenianischen Asse waren mit ihrer Zeit zufrieden. „Die Atmosphäre ist etwas ganz Besonderes“, sagt Sieger Benard Bett, „ich komme sicherlich wieder.“ Lob, das Buchleitner und Sportlandesrätin Petra Bohuslav, die die Athleten in Krems anfeuerten, gerne gehört haben. Aus niederösterreichischer Sicht setzte Andrea Mayr das Ausrufezeichen.

Ziel: Qualifikation für die Olympischen Spiele

Die für die SV Schwechat startende Medizinerin belegte Rang fünf, blieb nur eine Minute über ihrem „Hausrekord“. Mayr im Ziel: „Mit der Zeit bin ich zufrieden, für mich war das ein Test für den Frankfurt-Marathon.“ In der Main-Metropole möchte sich die erfahrene Läuferin noch einmal für die Olympischen Spiele qualifizieren. Das Limit liegt bei 2:34 Stunden. „Ich bin gut auf Kurs, hab’ eben eine Muskelläsion überstanden.“

Kurioses Detail: Mayr läuft mit zwei verschiedenfarbigen Schuhen. „Ich konnte mich einfach nicht für Grau oder Rosa entscheiden. Und weil’s im Training so gut geklappt hat, bin ich dabei geblieben“, schmunzelt die Niederösterreicherin.